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US-Behörde untersucht iPhones wegen ”exzessiver Strahlung”

22.08.2019 | 11:20 Uhr | Thomas Hartmann

Emittieren iPhones 7 und eventuell auch das X zu starke Funkwellen? Das untersucht jetzt die amerikanische FCC.

Die FCC (Federal Communications Commission, die amerikanische Zulassungsbehörde für Kommunikationsgeräte), unterzieht die iPhones 7 nach einem Bericht von Cult of Mac   einer neuen Untersuchung, ob diese zu viel ”Strahlung” im Funkwellenbereich aussenden. Auch das iPhone X soll davon betroffen sein. Hintergrund sind Laboruntersuchungen des iPhone 7, die von der "Chicago Tribune" in Auftrag gegeben wurden. Dabei seien Grenzüberschreitungen der Radiowellen-Emission festgestellt worden. Die Tests wurden nach den Regeln und Richtlinien der FCC durchgeführt, heißt es. Ein Smartphone soll demnach nicht mehr als einen SAR-Level von 1,6 Watt per Kilogramm aufweisen. Bei allen untersuchten iPhone 7 habe man einen höheren Wert festgestellt. Diesen Grenzwert hält Apple nach eigenen Angaben ein, aber auch eine weitere Untersuchung mit einem modifizierten Test habe eine deutliche Grenzüberschreitung von bis zu 3,45 Watt pro Kilogramm erbracht. Dabei lag auch ein iPhone X mit 2,19 Watt pro Kilogramm über dem Grenzwert. iPhone-8- und iPhone-8-Plus-Geräte von 2017 lagen dagegen darunter, iPhones XS aus dem Jahr 2018 waren in den Test nicht eingeschlossen. Mit untersuchte Smartphones von Samsung (Galaxy S8 und S9) sowie zwei Motorola-Geräte bestanden den Test.

Nun will die FCC wieder eigene Testreihen mit den Geräten durchführen, ob die fraglichen iPhones in Übereinstimmung mit den RF (radio-frequency)-Richtlinien der FCC sind oder nicht. Apple weist darauf hin, dass sämtliche iPhone-Geräte, einschließlich der iPhones 7, von der FCC vollständig zertifiziert seien sowie analog in allen anderen Ländern, in denen iPhones verkauft werden.

Freilich sollten auch die genannten höheren Werte keine Gefahr für Menschen darstellen, insbesondere in Richtung Krebs und Tumoren. Diese könnten von einer angeblichen Erwärmung des Gewebes ausgehen, wenn man die Smartphones längere Zeit dicht an den Kopf hält. Man kennt den Effekt von Mikrowelle, die etwa im gleichen Frequenzbereich arbeitet: Das darin eingebrachte Gewebe wird in kurzer Zeit sehr warm. Nur arbeiten Mikrowellenherde typischerweise mit 1000 Watt, das in vier Minuten erwärmte Schnitzel ist nur 100 bis 200 Gramm schwer … Auch hat elektromagnetische Strahlung wenig mit radioaktiver Strahlung zu tun, Gammastrahlen aus dem Kern sind um viele Größenordnungen kurzwelliger und damit energiereicher, Beta-Strahlen bestehen aus Elektronen und Alpha-Strahlen aus Heliumkernen.

Unser Artikel ” 5G: Gesundheitsgefährdende Strahlung – Tatsache oder Halbwissen? ” hat die Zusammenhänge jüngst übersichtlich zusammengefasst und dargestellt.

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