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US-Meteorologen bitten um 5G-Aufschub

27.06.2019 | 10:10 Uhr | Peter Müller, Halyna Kubiv

Konkrete negative Auswirkungen wird das funktionierende 5G-Netz auf die Arbeit der Meteorologen haben.

Störung: Meteorologen in den USA warnen vor negativen Auswirkungen von 5G-Netzen und bitten um Aussetzung der Versteigerung der Frequenzen im 1,6-GHz-Band. Der Grund: Die Funknetze könnten zu Interferenzen mit den Signalen von Wetter-Satelliten führen und die Übermittlung von deren Daten verzögern. Das mache genaue Wettervorhersagen schwerer, was vor allem bei Extremwetterlagen wie Wirbelstürmen zu Problemen führen könnte. Schon Sekunden könnten einen Unterschied machen und Leben gefährden.

Der komplette Brief an die US-Amerikanische Funkmeldebehörde FCC findet sich unter diesem Link . Darin warnen die Wissenschaftler, dass es schon jetzt zu Verzögerungen bei der Datenübertragung von bis zu zwei Minuten kommt, weil die US-Amerikanische Wetterbehörde auf private Dienstleister wie Amazon Web Services ausweichen muss. Gleichzeitig findet momentan im Auftrag der gleichen Behörde (National Oceanic and Athmospheric Administration) eine Studie statt, inwiefern der gleichzeitige Betrieb der 1,6-GHz-Bandbreite sich auf die Datenübertragung der meteorologischen Daten auswirkt. Bis diese Studie abgeschlossen ist und die Folgen bekannt sind, bitten die Wissenschaftler um einen Aufschub bei der Versteigerung der 5G-Bandbreiten.

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