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USA spenden Taiwan 750.000 Impfdosen wegen Chip-Knappheit

07.06.2021 | 16:10 Uhr | Peter Müller

Auf der Insel mangelt es an Impfstoff – den aus China will man nicht. USA und Japan springen ein – nicht uneigennützig.

Taiwan, das recht gut durch das erste Jahr der Pandemie gekommen war, hat seit Wochen mit stark steigenden Infektionszahlen zu kämpfen, die Impfrate von bisher nur 3 Prozent ist noch sehr niedrig. Die USA spenden dem Land nun 750.000 Dosen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet .

Die Nachricht überbrachten die Senatoren Tammy Duckworth, Dan Sullivan und Christopher Coons bei einem Staatsbesuch, aus Korea kommend. Welches Vakzin geliefert werden soll, ist aber nicht bekannt. Die USA folgen damit dem Beispiel Japans, das bereits 1,24 Millionen Impfdosen von Astra-Zeneca auf die Insel brachte.

Trotz der geografischen Nähe zu China will die Regierung des Inselstaates das dort produzierte Vakzin wegen Sicherheitsbedenken nicht nutzen. Zudem müssten auch die Gesetze angepasst werden, denn Importe aus der verfeindeten Volksrepublik sind aktuell nicht erlaubt. Die Impfstoffspende ist keineswegs selbstlos: Industriestaaten wie die USA und Japan fürchten eine weiter zunehmende Chip-Knappheit , müsste Taiwan auf absehbare Zeit in einen totalen Lockdown. Konkret lässt etwa Apple von TSMC SoCs für iPhone, iPad und nun auch den Mac produzieren.

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