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USB-C statt Lightning fürs iPhone: 2 Jahre Frist von EU

23.09.2021 | 09:20 Uhr | Peter Müller

Am heutigen Donnerstag will die EU-Kommission einen Gesetzentwurf zur Vereinheitlichung von Ladekabeln vorlegen. Apple hat nur noch zwei Jahre Zeit für den Umstieg auf USB-C.

Das iPhone 13 gibt es – gegenüber dem Vorgänger kaum verändert ( alle Infos ) – ab morgen in den Apple Stores, die Spezifikationen für das iPhone 14 dürfte Apple in den nächsten Wochen festlegen . Eine radikale Änderung steht aber spätestens mit dem iPhone 15 im Jahre 2023 an, zumindest in der EU, die einen einheitlichen Standard für Ladekabel fordert.

Dieser wird nicht Apples proprietärer Lightning-Anschluss sein, sondern USB-C, wie im Gesetzentwurf steht. Sobald das Gesetz in Kraft tritt, beginnt eine Übergangszeit von zwei Jahren, in der Hersteller ihre Geräte auf den neuen Standard umstellen müssen. Neben Apple, das im iPhone nach wie vor ausschließlich auf Lightning setzt, müssen auch andere Hersteller sich umstellen, von Micro-USB auf USB-C. Mit USB-C hat Apple bereits Erfahrung, seit 2018 ist das der Standard für das iPad Pro, seit dem letzten Jahr hat auch das iPad Air eine USB-C-Buchse, nun auch das neue iPad Mini.

Elektromüll soll weniger werden

Von der neuen Gesetzgebung, die neben Smartphones auch Tablets, Kameras, Kopfhörer und Spielekonsolen mit einschließt, verspricht sich die EU, 980 Tonnen Elektromüll pro Jahr einzusparen. Auf den 18 Seiten des Entwurfes steht laut Süddeutscher Zeitung zudem, dass Anbieter Handys auch ohne beigepacktes Ladegerät verkaufen müssen – seit dem letzten Jahr legt Apple nur noch Kabel bei – nun USB-C auf Lightning – aber keine Netzteile mehr, reduziert damit bereits Elektroschrott und reduziert auch die Umfänge der Verpackungen.

Auf Seiten des Ladegeräts will die EU noch zwei Standards erlauben, USB-A neben USB-C, ein weiteres Gesetz soll hier für Vereinheitlichung sorgen. Die meisten Ladegeräte, die noch in Gebrauch sind, haben nur einen USB-A-Anschluss.

Für Apple würde der Umstieg auf USB-C auch Chancen eröffnen, mit dem Standard ergeben sich mehr Möglichkeiten für den Anschluss von Peripherie wie Speichern oder die Steuerung von externen Monitoren, wie unter anderem unser Test des neuen iPad Mini 6 zeigt . Auf der anderen Seite würden Tonnen von Ladekabeln zum Elektroschrott werden und auch einige mit Lightning kompatible Peripherie wie einige Speichersticks. An der Dicke des iPhone 15 sollte die neue Gesetzgebung wenig verändern. Vermutlich würde Apple global auf USB-C umsteigen, spezielle iPhone-Versionen für die EU mit USB-C, während der Rest der Welt auf Lightning bleibt, klingt eher unplausibel.

Apple setzt seit dem Jahr 2011 auf seinen proprietären Standard Lightning, iPhones, iPods und iPads hatten zuvor einen ebenso proprietären 30-poligen Dock-Anschluss. Apple war seinerzeit die Standardisierung von USB-C zu langsam vorangegangen, weshalb es weiter auf eigene Technologie setzte .

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