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Umfrage: Große Mehrheit will Touch-ID zurück

09.12.2020 | 10:52 Uhr | Peter Müller

Draußen das iPhone entsperren ist gerade ein wenig schwierig, ein Schritt zurück könnte eine Lösung bieten

Finger statt Nase: Masken in der Öffentlichkeit tragen zu müssen, mag manchen Leuten lästig sein oder sie sogar verärgern, die Maskenpflicht ist aber ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Pandemie, die auch im Jahr 2021 noch wüten wird. Dass nun auch die Face-ID draußen vor der eigenen Haustür nicht mehr wirklich funktioniert, ist eine Sache, die man eben in Kauf nehmen muss. Es sei denn, Apple entscheidet sich, in der nächsten iPhone-Generation im kommenden Herbst wieder eine Touch-ID einzubauen, anstatt der Gesichtserkennung oder zusätzlich zu ihr.

Im privaten Lebensbereich funktioniert sie ja weiterhin prima und für Apple wäre es ein Schritt zurück, die 2017 mit dem iPhone X eingeführte biometrische Erkennung wieder abzuschaffen. Weit sicherer und schneller sei sie, hieß es damals. Der US-Gebraucht-Smartphone-Händler SellCell hat nun 2000 seiner Kunden mit iPhone zu dem Thema befragt und kam auf nicht sonderlich überraschende Ergebnisse: Demnach hätten fast drei Viertel der Befragten mehr oder minder große Schwierigkeiten, die Face-ID mit Gesichtsmaske zu nutzen. Hier muss man hinzufügen, dass selbst 2000 Teilnehmer keine repräsentative Umfrage garantieren können. Denn die Zielgruppe eines Gebraucht-Smartphone-Händlers ist eine recht spezifische, es kann sein, dass sie zu den manchen Fragen ein verzerrtes Bild abgibt.

Gut, ein Drittel räumt ein, zur Not die Maske abzunehmen, was nun wirklich keine gute Idee ist. Doch genügt es meist, den Mundnasenschutz kurz zu lupfen, damit die Nasenspitze frei ist. Das muss man auch so handhaben, wenn man ein alternatives Erscheinungsbild für Face-ID konfiguriert hat – mit Maske . 17 Prozent der Befragten gaben auch an, mit solch einem "zweiten Gesicht" die Problematik umgehen zu wollen. Rund zwei Drittel entscheiden sich, den Passcode zu verwenden, elf Prozent lassen ihn komplett weg, was noch unklüger ist. Immerhin sieben Prozent verwenden draußen ein Zweit-Phone, mit dem iPhone SE 2020 hat Apple ja noch ein aktuelles Angebot mit Touch-ID.

Über ein Drittel der von SellCell befragten Kunden hätten auf den Kauf eines iPhone 12 wegen der bekannten Problematik verzichtet und gar 79 Prozent der Umfrageteilnehmer wünschen sich die Touch-ID zurück. In das iPad Air 4 hat Apple den Fingerabdruckscanner in den Einschalter auf der Seite integriert, diverse Spekulationen drehen sich um eine Touch-ID hinter Glas, den Finger könnte man dann überall auf der Vorderseite des iPhones ablegen. Doch wenn das kommt, kommt es spät, im Herbst 2021. Wenn alles gut geht, ist die Pandemie in den Industrieländern dann weitgehend eingedämmt. Was dann aber sicher auf der Nordhalbkugel kommt: der Winter, und damit die Handschuhzeit. Und mit diesem Schutz, dessen Wirkung kaum jemand anzweifelt, funktioniert dann die Touch-ID nicht mehr …

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