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Umstrittene Maßnahme Apples zeigt Wirkung: 860.000 Tonnen Metall eingespart

20.04.2021 | 13:30 Uhr |

Apples Entscheidung, den neuen iPhone-Modellen kein Netzteil mehr beizulegen, ist umstritten. Aus ökologischer Sicht zeigt der Schritt aber Wirkung, genauso wie andere Maßnahmen des Konzerns. Kritik gibt es trotzdem.

Apple verfolgt seit Jahren den Plan, den eigenen CO 2 -Fußabdruck zu verringern. Ein nobles Vorgehen, doch es gibt auch Kritik: Apple nutze diesen Vorwand, um Maßnahmen durchzusetzen, die vor allem der Steigerung des Profits dienen. Ein Beispiel dafür ist das Einsparen von beigelegten Netzteilen bei neuen iPhone-Modellen. In einem Bericht über die Fortschritte des Unternehmens im Bereich Umweltschutz hat Apple nun Zahlen vorgelegt, die belegen sollen, welchen Unterschied solche Maßnahmen machen können.

Fehlendes Netzteil spart große Mengen an seltenen Metallen

Durch das Einsparen der Netzteile in der Verpackung des iPhone 12 sollen insgesamt 831.000 Tonnen an Kupfer, Zink und Zinn eingespart werden. Außerdem soll das Verschiffen der Smartphones durch die kleinere Größere der Verpackung deutlich effizienter werden, auf den gleichen Versandpaletten sollen bis zu 70 Prozent mehr Verpackung Platz finden.

Darüber hinaus konnte Apple seinen CO 2 -Ausstoß im letzten Jahr von 25,1 Millionen Tonnen auf 22,6 Millionen Tonnen reduzieren. Der Energieverbrauch wurde um 13,9 Millionen kWh verringert. Ein wichtiger Schritt für diese Entwicklung ist der deutliche Anstieg an wiederverwendeten Materialien, wodurch besonders der Bedarf an seltenen Metallen zunehmend gedeckt wird.

Der Bericht führt noch eine Reihe weitere Maßnahmen auf, mit denen Apple den Energie- und Rohstoffbedarf verringern und umweltverträglicher machen möchten. Dafür werden auch die Zulieferer in die Verantwortung genommen, von denen sich 110 zur Nutzung sauberer Energie verpflichtet haben.

Kritik an Apple bleibt weiterhin bestehen

Trotz dieser positiven Meldungen und Apples Vorreiterrolle in der Entwicklung hin zu einer saubereren Produktion von elektronischen Produkten gibt es weiterhin Kritik am Konzern. Ein Beispiel dafür ist die Einführung des neuen, proprietären Ladestandards Magsafe. Um diese magnetische Ladevorrichtung am iPhone 12 zu nutzen, muss ein entsprechendes Kabel her, dass sich aber nur mit Apples Smartphone nutzen lässt. Ein weiterer Kritikpunkt ist das Festhalten am Lightning-Port, dessen Nutzen vom Branchenstandard USB-C längst übervorteilt wurde.

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