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Umweltschutz: Greenpeace sieht Apple immer noch auf dem letzten Platz

05.04.2007 | 10:55 Uhr |

Greenpeace sieht Apple nach wie vor auf dem letzten Platz, wenn es um das Thema Umweltschutz geht.

Greenpeace-Apple-Store
VergrĂ¶ĂŸern Greenpeace-Apple-Store
© Martin Strang

Laut Greenpeace-Sprecherin Iza Kruszewska hat es der Mac-Hersteller bereits mehrmals versÀumt, die Verwendung von giftigen Materialien zu stoppen. Anders als andere Unternehmen habe Apple bisher auch noch keinen Zeitplan genannt, um diese Stoffe aus der Produktion zu verbannen. Apple-Sprecherin Sheryl Seitz allerdings dementiert.

Greenpeace beklagt unter anderem: Weiterhin verwende Apple bei der Produktion von Displays PVC und Brandschutzmittel, die sich auch durch weniger schĂ€dliche Chemikalien ersetzen ließen. Doch auch an anderen Punkten bestehe noch immer Nachholbedarf. Zudem seien die Beziehungen zu Apple seit der Umsetzung der Webseite "Green my Apple" gestört. Cupertino nĂ€hme zwar an Telefonkonferenzen mit Greenpeace teil, wenn es um das Bewertungssystem fĂŒr umweltfreundliche Hersteller gehe, wĂŒrde seine Praktiken aber nicht stĂ€rker Ă€ndern als vom Gesetzgeber gefordert. Kruszewska endet mit den Worten: "Es gibt noch eine Menge offener Fragen, die Steve Jobs beantworten muß." Apple-Sprecherin Sheryl Seitz hingegen gab als Reaktion in einer Pressekonferenz bekannt, dass das Unternehmen nicht mit dem von Greenpeace veröffentlichten Platzierungs-System einverstanden sei. Apple sei eines der umweltfreundlichsten Unternehmen und habe bereits giftige Substanzen wie Quecksilber, Kadmium, Chrom-Verbindungen und bromierte Brandschutzmittel aus der Produktion verbannt. Die bei Apple verwendeten Substanzen seien nicht unbedingt giftig, da das Unternehmen sich an die vom "Institute of Electrical and Electronics Engineers" aufgestellten Richtlinien halte. Zudem berĂŒcksichtige Greenpeace nicht, dass Apple bezogen auf die Produktionsmenge weniger giftige Abfallprodukte produziere als grĂ¶ĂŸere Mitbewerber. Doch nicht mit allen Computerherstellern ist Greenpeace unzufrieden: Lenovo, die 2005 IBMs Consumer-Elektronik-Sparte aufkauften, schafften es von einem der hinteren PlĂ€tze an die Spitze der Greenpeace-Liste. Die Greenpeace-Sprecherin fĂŒhrt dies auf mehrere Initiativen des Unternehmens zurĂŒck, beispielsweise auf die RĂŒcknahme von AltgerĂ€ten, um sie der Wiederverwertung zuzufĂŒhren.

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