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Unsere Leser bestätigen: Apple Watch kann Leben retten

09.02.2021 | 09:23 Uhr | Peter Müller, Halyna Kubiv

Was ein Nutzer für die fehlerhafte Anzeige der Uhr hielt, hat sich als ein ernst zu nehmender Zustand herausgestellt. Andere Symptome außer "spinnender Uhr" hatte der Mann nicht.

Aktualisierung von 09. Februar 2021:

Wenn wir Leserzuschriften über unsere Feedback-Funktion am Ende jedes Artikels erhalten, dann meistens mit Beschwerden, wenn nach einem Update etwas nicht funktioniert – da sind wir dann nicht die richtige Adresse. Bei der nachfolgenden Nachricht (siehe unten) war es anders: Übers Wochenende haben wir einige Mails erhalten, die ähnliche Geschichten erzählten, wie jene, die Bob March widerfahren ist – nur eben in Deutschland geschehen. Ein Mann aus Nordrhein-Westfalen, zufälligerweise auch ein ehemaliger Marathon-Läufer, bekam von der Watch einen Ruhepuls von knapp 120 Schlägen pro Minute angezeigt, weit über dem Normalzustand von 60 Schlägen. Ein EKG auf der Apple Watch hat bei ihm dann Vorhofflimmern diagnostiziert. Momentan wartet der Mann auf weitere Maßnahmen in der Herzabteilung der lokalen Klinik, die Ärzte konnten mit Blutverdünnern einen Schlaganfall verhindern, der ohne Alarme der Apple Watch relativ wahrscheinlich hätte passieren können.

Ursprüngliche Meldung von 05. Februar 2021:

Apple Watches sollte es auf Krankenschein geben, denn im Gegensatz zu Homöopathie wirkt Apples Uhr über den Placebo-Effekt hinaus. Sicher nicht bei allen Beschwerden, sie kann aber bei unerkannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen Leben retten. Apple erzählt in seinem Newsroom eine Geschichte aus dem echten Leben. Der Amateursportler Bob March, der sich fit wie ein Turnschuh fühlte und in denselben häufig Laufen war, entdeckte erst über die zum 17ten Hochzeitstag von seiner Frau geschenkte Apple Watch anhand einiger Warnungen, dass er an Arhythmie des Herzens leidet.

Zunächst hielt March eine Anzeige von 127 Schlägen pro Minute für einen Fehler der Apple Watch, nach einer Jogging-Runde hat sich sein Puls laut dem Gerät wieder eingependelt. Später jedoch hat die neue Apple Watch scheinbar willkürliche Ergebnisse weit höher als den normalen Ruhepuls angezeigt. Nach einigen Tagen wurde der Mann beim Hausarzt vorstellig und hatte sich gleich seine Diagnose und entsprechende Therapie ausgemalt – etwas Yoga, weniger Salz, Atemübungen und Ähnliches. Doch sein Termin hat sich in die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses verlagert: Sein Hausarzt hat bei ihm Arrhythmie festgestellt, ohne sofortige Behandlung hätte der Mann, wenn nicht sterben, so doch ernsthafte Folgen für seine Gesundheit erleiden können.

Im Oktober vergangenen Jahres musste sich Bob March einer Katheterablation unterziehen, nun ist der Mann zurück auf der Laufbahn. Mit der Geschichte möchte Apple laut seiner Pressemitteilung wieder etwas Aufmerksamkeit auf die Herzgesundheit lenken. Die kontinuierliche Puls-Aufzeichnung, Warnungen vor zu hohem oder zu niedrigen Puls, Ein-Kanal-EKG tragen dazu bei, auch den behandelten Ärzten mehr Informationen zur Verfügung zu stellen und so zu schnelleren und genaueren Diagnosen zu verhelfen.

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