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VMware Fusion 12 Player wird gratis

21.08.2020 | 13:24 Uhr | Stephan Wiesend

Die Virtualisierungssoftware Fusion 12 wird für Privatanwender kostenlos sein, Kompatibilität mit macOS Big Sur wird nachgereicht.

Kurz nach der Vorstellung von Parallels 16 hat auch VMware eine neue Version seiner Virtualisierungssoftware angekündigt . Die zusammen mit der neuen Windows-Version Workstation 16 vorgestellte Mac-Software Fusion 12 wird beim Erscheinen mit macOS Catalina kompatibel sein. Beim Erscheinen der finalen Version von macOS Big Sur dann auch mit diesem System. Überraschend: Für Privatanwender ist die neue Mac-Version Fusion 12 Player nun außerdem kostenlos und soll den gleichen Funktionsumfang wie die Vorversion Fusion 11 Standard bieten. Damit schafft der Konzern Gleichstand zur Windows-Version, wo die Player-Version seit längerer Zeit kostenlos nutzbar ist. Kommerzielle Nutzer zahlen ab 149 US-Dollar, die Version Fusion 12 Pro kostet 200 Dollar.

Neue Funktionen

Die neue Version ermöglicht die Nutzung von anderen Betriebssystemen wie Windows und Linux auf dem Mac, auch macOS-Gastsysteme sind möglich. Neu in Fusion 12 ist bei Windows-Systemen die Unterstützung von DirectX 11, OpenGL 4.1 und USB 3.1. Externe Grafikkarten bzw. eGPUs werden jetzt unterstützt, ebenso vSphere 7. Gut für Gamer: Bis zu 8 GB vRAM können einer virtuellen Maschine zugewiesen werden. Um mit macOS 11 kompatibel zu sein, muss die Software auf Kernel-Extensions verzichten und läuft hier komplett auf die so genannten Hypervisor APIs von Apple. Dies soll aber erst bei Erscheinen von Big Sur verfügbar sein, unter Catalina nutzt Fusion weiter Kernel Extensions. Eine weitere Neuerung ist die Unterstützung von APFS, man kann dadurch macOS von der Recovery-Partition aus installieren. Erscheinen soll die neue Version in wenigen Wochen, spätestens bis zum 30. Oktober.

Kompatibilität mit Apple Silicon

Ob Apple Silicon unterstützt werden wird, ist nicht bekannt. Während der WWDC hatte Apple den Konkurrenten Parallels Desktop auf einem ARM-Rechner präsentiert, allerdings mit einem Linux-Gastsystem. Unter Umständen werden nur ARM-Versionen von Windows unterstützt werden. Auch von Parallels gab es bisher dazu keine Informationen. Auf unsere Nachfrage wurde uns bestätigt, das Parallels mit Apple eng zusammenarbeitet, aktuell aber keine näheren Angaben gemacht werden dürfen.

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