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Verbraucherschützer in der EU verklagen Apple wegen iPhone-Drosselung

06.12.2020 | 15:02 Uhr | Peter Müller

Eine Verbraucherschutzorganisation will Apple auch in der EU wegen iPhone-Drosselung zur Kasse bitten.

Klage: "Throttlegate" mag in den USA mit einem Vergleich geendet haben, Apple hatte im Frühjahr 500 Millionen US-Dollar gezahlt, um den Streit beizulegen. Ein Fehlverhalten gestand Apple damit aber nicht ein, die Reduzierung der Performance des iPhone 6S bei schwächer werdender Batterie hat Apple aber mit dem Update auf iOS 10.2.1 ohne Wissen der Nutzer eingeführt, erst später kam in das Betriebssystem die Einstellung "Batteriegesundheit".

Die Verbraucherschutzorganisation Euroconsumer will Apple wegen der nicht angekündigten Drosselung nun auch in der EU zur Kasse bitten und hat bereits in Belgien und Spanien entsprechende Klagen eingereicht. Bis zu 180 Millionen Euro Schadensersatz will die Organisation von Apple fordern: "Apple brachte Updates, um Probleme mit der Batterie zu verschleiern, in dem Wissen, dass dies die iPhones verlangsamen würde", erklärt Els Bruggeman, die Leiterin der Abteilung Policy and Enforcement bei Euroconsumers, und fügte hinzu, dass die europäischen Verbraucher "einfach nur mit dem gleichen Respekt behandelt werden wollen, der den Verbrauchern in den Vereinigten Staaten entgegengebracht wurde".

In Italien und in Frankreich musste Apple bereits erhebliche Strafen zahlen. 

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