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Verleger mit Umsätzen von Apple News unzufrieden

26.02.2019 | 09:31 Uhr | Peter Müller, Halyna Kubiv

Apple News startete als Versprechen, hochwertige Inhalte mit hochwertiger Werbung zu verbinden und so dem Leser sowie den Verlegern zu dienen.

Digiday hat Verleger zu ihren Erfahrungen mit Apple News befragt. Noch kommt den Publishern das Angebot von Apple nicht ausreichend entgegen, die darüber generierten Einnahmen sind noch sehr gering. Zwar passiere es immer wieder, das einzelne, im News-Widget prominent platzierte Artikel einen starken Traffic-Schub erfahren und als Zulieferer von Lesern werde Apple News immer wichtiger und habe längst Facebook überholt , doch bestehen vor allem Probleme bei der Vermarktung.

Werbekunden haben wenig Interesse an den in Apple News möglichen Formaten, vor allem weil Programmatic-Anzeigen nicht möglich sind und Apple User-Tracking aus Gründen des Datenschutzes unterbindet. Entsprechend niedrig fallen die Werbeumsätze aus: Ein nicht namentlich genannter Verleger nennt niedrige Beiträge im fünfstelligen Bereich pro Monat als Norm, ein anderer setzt gar knapp 1000 USD pro Monat um. Zwar bietet Apple noch eine Möglichkeit, die Werbeplätze in den Artikeln durch eine externe Agentur verkaufen zu lassen. Die Füllquote für diese "Rest"-Anzeigen beläuft sich laut einem Verleger auf knapp 20 Prozent des verfügbaren Inventars. Zu beachten ist natürlich, dass es sich bei den Apple-News-Verlegern bereits um die größten internationalen Publikationen wie CNN, Vox Media oder "Washington Post" handelt.

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