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Versteckte Hinweise: Was uns die WWDC-2021-Einladung verrät

06.04.2021 | 15:45 Uhr | Halyna Kubiv

In seinen Keynote-Einladungen versteckt Apple oft kryptische Botschaften, die auf die kommenden Neuerungen schließen lassen.

Das Datum der nächsten WWDC steht fest: 7. Juni 2021. Man kann auch fest davon ausgehen, dass Apple die Nachfolgerversionen von iOS, macOS, tvOS und watchOS vorstellt. Mehr dazu finden Sie hier: " Neues zu iOS 15 und macOS 12 ". Doch was noch? Apples Einladungen zu dechiffrieren ist nicht minder spannend als Tarot-Karten, hier ist unser Versuch, aus dem Kaffeesatz in Apples Kantine zu lesen.

Der sicherste Hinweis auf die möglichen Neuerungen ist immer der Slogan der kommenden Keynote. Apples Keynote im November mit dem Titel " One more thing " hat nicht enttäuscht, die Ankündigung war der berühmten Zeile von Steve Jobs würdig: Damit hat Apple den Umstieg auf eigene Mac-Chips eingeläutet. Mit " Hi, Speed " im Oktober hat Apple die Geschwindigkeit der mobilen Datenübertragungen an iPhones gemeint: Das iPhone 12 führt nun einen 5G-Modem. Mit " Time flies " wurde die Apple Watch auf mittlerweile Series 6 aktualisiert. Mit einem Special Event im März 2019 hat Apple den eigenen Video-Streamingdienst angekündigt, der Name der Keynote – " It's show time ".

Die kommende WWDC 2021 wurde unter dem Slogan "Glow and behold" bekannt gegeben. Um das nette Wortspiel zu verstehen, müssen wir einen Ausflug in die englische Literatur nehmen. "Glow and behold" ist eigentlich eine Fusion aus dem Wort "glow" (zu Deutsch "glühen") und aus einem Ausdruck des äußeren Erstaunens " lo and behold ", zu Deutsch in etwa "Siehe da!". Shakespeare verwendet beispielsweise einen solchen Ausruf, als Protagonisten in "Hamlet" den Geist des ermordeten Königs sehen . Nun wird Apple sicherlich nicht mit einem politischen Thriller auf der WWDC-Bühne aufwarten. Was allerdings erstaunen kann und direkt mit Blicken ("behold" kann man noch als "erblicken" übersetzen) zu tun hat, ist die Face-ID. Es wird schon lange gemunkelt, dass die nächsten Macbooks mit Face-ID statt Touch-ID ausgerüstet werden, warum also nicht auf der kommenden WWDC? Hier fügt sich das "Erglühen" fast perfekt: Denn für das Symbolbild hat Apple das schon zum Meme gewordenes Motiv mit dem halb geöffneten Macbook und sanft beleuchtetem Gesicht eines Nutzers bzw. einer Nutzerin verwendet. Welche Macs Face-ID als erste bekommen , lässt sich nur spekulieren, womöglich werden dies die seit Langem fälligen Macbook Pro 16 Zoll und der Nachfolger des Macbooks Pro 13 Zoll sein.

Apple verwendet für seine drei Symbolbilder drei Memojis eines jungen Mannes, einer jungen Frau und eines Mannes im mittleren Alter, die allesamt Brillen tragen. Daraus kann man gleich eine Theorie entwickeln, dass Apple seine AR-Brille vorstellen könnte. Das neue Produkt bzw. eine neue Produktkategorie auf der WWDC halten wir jedoch für sehr unwahrscheinlich, Apple veranstaltet dafür meist eine Extra-Keynote oder räumt etwas Bühnenzeit auf der iPhone-Keynote ein, wo die Aufmerksamkeit der Welt quasi garantiert wird. Auf der WWDC kann der Hersteller jedoch den Grundstein für die künftigen AR-Anwendungen der Brille legen und Extra-Tools für Entwicklung der AR-Inhalte vorstellen.

WWDC-Memoji: Erste Variante
Vergrößern WWDC-Memoji: Erste Variante
© Apple
WWDC-Memoji: Zweite Variante
Vergrößern WWDC-Memoji: Zweite Variante
© Apple
WWDC-Memoji: Dritte Variante
Vergrößern WWDC-Memoji: Dritte Variante
© Apple

Die Widerspiegelungen in der Brille der drei Memojis sind dann fast schon selbsterklärend: Die Kalender-App zeigt den siebten Juni, das Datum der WWDC 2021. Die Anzahl der Benachrichtigungen – 21 – ist die Anspielung auf das aktuelle Jahr. Dass gleich daneben Xcode geöffnet ist, ist kein Wunder, schließlich ist die WWDC primär für iOS- und Mac-Entwickler gedacht.

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