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Video-Portale bieten Speicherplatz für Hobby-Filmer

18.01.2006 | 10:48 Uhr |

Unabhängig vom Portal könne das Hochladen je nach Datei-Größe und Geschwindigkeit der Internetverbindung aber schon einige Minuten in Anspruch nehmen, sagt Schöneberg. “Ein schneller Anschluss wie ein DSL-Zugang ist Voraussetzung.” Sonst könne die Prozedur zur zeitraubenden Quälerei werden. Einziges Manko ist, dass viele Portale nur für die in Frage kommen, die Englisch beherrschen.

Auf Deutsch ist die im Dezember gestartete Webseite www.fmarket.de zu erreichen. Betreiber Frank Brauer aus Berlin bietet neben kostenlosem Webspeicherplatz auch ein Forum sowie Links zu den Themen Film und Video. Damit sollen einerseits Gelegenheitsfilmer angesprochen werden. Aber auch kreative Videoschöpfer, die ihren Bekanntheitsgrad steigern wollen, erhalten hier eine Bühne. Als Online-Album für digitale Fotos und Videos versteht sich das Portal “webzooms.de” mit Sitz in Karlsruhe. Kostenlos gibt es dort aber nur wenig Videospeicherplatz. Ein umfangreicherer Speicher kostet je nach Tarif bis zu zehn Euro im Monat.

Eifrige Filmer belassen es nicht bei wenigen Videoschnipseln. Sie sorgen - geparkt in den Video-Portalen - auf ihrem eigenen Internetauftritt regelmäßig für Nachschub. In “Videoblogs” - kurz Vlogs genannt - zeigen sie bewegte Bilder über sich, ihre Heimatstadt und vieles mehr. Manche betätigen sich sogar als Hobby-Fernsehreporter. Das vor allem in den USA bekannte Vlog-Phänomen, das zur boomenden Kultur der Online-Tagebücher gehört, steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen. Langfristig werden Vlogs aber mit den Weblogs zu Multimedia-Tagebüchern verschmelzen, glaubt Professor Christoph Neuberger, Kommunikationswissenschaftler an der Universität Münster. Er sieht mehrere Ursachen dafür, dass Menschen das Internet zunehmend zum Fernseher machen. Zum einen mache günstige Digitaltechnik Filmaufnahmen für jedermann möglich. Außerdem erlauben schnelle Online-Anschlüsse eine komfortable Verbreitung.

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