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Video-Streaming in Corona-Zeiten erreicht Allzeithoch

22.10.2020 | 14:34 Uhr | Thomas Hartmann

Aus einer aktualisierten Studie von Limelight Networks geht hervor, dass Streamingdienste auch aufgrund der Coronakrise inzwischen von Nutzern bis zu knapp acht Stunden pro Woche konsumiert werden.

Im Juni hatten wir bereits das Ergebnis einer Studie berichtet , wonach die Pandemie mehr Video-Konsum verursacht, was freilich fĂŒr niemanden eine Überraschung sein dĂŒrfte. Dazu zĂ€hlen auch die Online-Videokonferenzen insbesondere mit Zoom, die förmlich aus dem Kraut geschossen sind, und natĂŒrlich Unterhaltung mit Serien und Filmen in den diversen Streaming-Diensten.

Nun meldet sich der damalige Urheber dieser Untersuchung  Limelight Networks mit einer neuen Studie: The State of Online Video 2020. Diese kann man umfassend in englischer Sprache hier einsehen .

Zu den  Eckdaten aus dem Report gehören die Erkenntnisse:

Online-Videos erfreuen sich auf Kosten des traditionellen Fernsehens immer grĂ¶ĂŸerer Beliebtheit. Durchschnittlich verbringen die Zuschauer laut der Studie fast acht Stunden mit Streamingdiensten, etwa 16 Prozent mehr als im Vorjahr (6,8 Stunden) und 85 Prozent mehr als im Jahr 2016 (4,28 durchschnittliche Online-Videostunden). Die durchschnittliche Sehzeit von Online-Angeboten ist demnach zwar in allen Altersgruppen gestiegen, ganz besonders aber bei der Ă€lteren Generation, hiermit Spitzen werden bei Personen ĂŒber 46 Jahren. Insgesamt waren TV-Show die populĂ€rste Kategorie von Online-Inhalten mit einem Durchschnitt von 4,6 Stunden pro Woche weltweit, gefolgt von Spielfilmen mit 4,5 Wochenstunden durchschnittlich.

Dementsprechend erhöhen die Corona-Maßnahmen mit Lockdowns oder der persönlichen Tendenz, eher zu Hause zu bleiben, die Anzahl an Streaming-Abonnements. Fast die HĂ€lfte (47 Prozent) der Menschen weltweit hat demnach in den letzten sechs Monaten einen neuen Streaming-Dienst abonniert. In Deutschland tat dies jeder Dritte (34 Prozent). Dennoch achten die Verbraucher dabei auf den Preis:  Fast die HĂ€lfte (47 Prozent) der deutschen sowie der weltweiten Verbraucher werde ein Streaming-Abonnement aufgrund der hohen Preise kĂŒndigen. Dabei gibt es die bekannte Form von ”Sharing”: Jeder dritte Deutsche (33 Prozent, weltweit 37 Prozent) rĂ€umt ein, Anmeldedaten weiterzugeben oder das Konto eines anderen zu benutzen. Was freilich nicht in allen FĂ€llen untersagt ist.

Interessant auch, dass nutzergenerierte Inhalte immer hĂ€ufiger angesehen werden. Hierbei liegt Youtube zum Beispiel in Deutschland mit fast 62 Prozent Anteil deutlich vor dem zweitplatzierten Facebook mit lediglich etwas ĂŒber neun Prozent.

Zur LiveĂŒbertragungen heißt es: Verzögerungen sind ein Dealbreaker. Die meisten Menschen (64 Prozent) geben an, dass sie ein Live-Ereignis eher streamen wĂŒrden, wenn es nicht verzögert ankommt. Wenn etwa der Push-Dienst des Kicker ein Tor weit schneller meldet als das Web-Radio von Amazon, ist das wenig amĂŒsant.

Die Umfrage hat Limelight Networks von einem Drittunternehmen durchfĂŒhren lassen, das Zugang zu Verbraucher-Panels in Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Singapur, SĂŒdkorea, Großbritannien und den USA habe. Aus jedem Land wurden demnach 500 Antworten fĂŒr insgesamt 5.000 globale Antworten gesammelt. Die Umfrageantworten wurden zwischen dem 1. und 12. August 2020 zusammengetragen.

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