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Virtuelle Heirat in New York per Facetime möglich

20.04.2020 | 15:27 Uhr | Halyna Kubiv

In einer länglichen Pressekonferenz am Sonntag hat der New Yorker Gouverneur Andrew Coumo bekannt gegeben, dass fortan im Bundesstaat virtuelle Hochzeiten möglich werden.

Entgegen der Aufrufen seitens des Weißes Hauses und der Bevölkerung in manchen Bundesstaaten hält der Bundesstaat New York an den strengen Quarantänemaßnahmen fest. In der jüngsten Pressekonferenz am Sonntag hat der Gouverneur Andrew Cuomo in etwa gemeint: "Wir haben noch nicht den Höhenpunkt überschritten, wir befinden sich vielmehr auf einem Plateau". Daher wären die Lockerungen zu diesem Zeitpunkt noch verfrüht. Es gibt jedoch zahlreiche Neuerungen für diejenigen, die "ihre Sachen erledigen wollen", unter anderem sind jetzt virtuelle Hochzeiten erlaubt.

In einem offiziellen Erlass des New York County werden die Rahmenbedingungen für solche virtuellen Eheschließungen bekannt gegeben. Vor allem handelt es sich hier um eine temporäre Maßnahme bis zum 18. Mai. Wer direkt im Rathaus heiraten will, kann seine Einträge automatisch bis zu diesem Datum verlängern lassen. Noch vor den Quarantäne-Maßnahmen konnten nur die Verwaltungsbeamten Heiratsurkunden ausstellen, bis zum 18. Mai ist es in New York erlaubt, dass nun auch die Beamten ohne einen bestimmten Verwaltungsrang den Vorgang erledigen können.

Erlaubt sind in New York Hochzeiten, die mittels einer "audio-visuellen Software" übertragen wurden, also im Prinzip alles, was durch Zoom, Facetime, Teams, Skype und dergleichen übertragen wird. Folgende Bedingungen sind notwendig: Die beiden Heiratswilligen müssen während des Streams glaubhaft beweisen, dass sie sich in New York County befinden. Während des Heirats-Streams müssen sie sich auch ausweisen, heißt, auf Anforderung ihre Ausweise in die Kamera halten. Scans von Ausweis-Dokumenten vorab zu schicken, ist nicht zulässig. Erlaubt sind dabei logischerweise nur Live-Streams, keine vorgefertigte Video-Ausschnitte.

Die Eheleute unterschreiben nach der Zeremonie die nötigen Unterlagen und schicken diese an die Stadtverwaltung und an den Trauzeugen. Der Trauzeuge muss dafür sorgen, die erhaltenen Unterlagen mit seiner Unterschrift noch an dem gleichen Tag zu bestätigen. Für die Übertragung der Dokumente wird entweder Fax oder E-Mail empfohlen, jede Partei soll die notwendigen Vorkehrungen treffen, um die Unterlagen auf eine möglichst sichere Art und Weise weiterzuschicken, sodass sie nicht in die Hände von Dritten gelangen.

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