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Vodafone D2 verhagelt Mutterkonzern die Bilanz

28.02.2006 | 09:10 Uhr |

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Der weltgrĂ¶ĂŸte Mobilfunkkonzern Vodafone muss vor allem wegen seiner deutschen Tochter bis zu 28 Milliarden Pfund (41,15 Mrd Euro) abschreiben. Grund sei unter anderem, dass die Wachstumsaussichten nun schwĂ€cher als bisher bewertet wĂŒrden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Vodafone hatte den deutschen Mobilfunkanbieter D2 Anfang 2000 als Teil von Mannesmann nach einer monatelangen Übernahmeschlacht fĂŒr rund 200 Milliarden Euro erworben. Wegen des harten Wettbewerbs und des Preisdrucks in der Branche senkte Vodafone auch die Prognosen fĂŒr das nĂ€chste GeschĂ€ftsjahr 2006/07 (bis Ende MĂ€rz).

Der Wert der Beteiligungen in Deutschland, Italien und Japan mĂŒsse um 23 bis 28 Milliarden Pfund gesenkt werden, teilte der Konzern am Montag in London mit. Der Großteil der angekĂŒndigten Abschreibung gehe auf das deutsche GeschĂ€ft zurĂŒck. FĂŒr das Ende MĂ€rz 2007 auslaufende GeschĂ€ftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzplus zwischen 5 und 6,5 Prozent. Bislang hatte Vodafone einen Anstieg leicht unter dem fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr angepeilten Wert von 6 bis 9 Prozent in Aussicht gestellt. Die Vodafone-Aktie lag am Nachmittag um 2,74 Prozent im Minus bei 113,80 Pence. Zeitweise war sie mit einem RĂŒckgang von rund fĂŒnf Prozent auf den tiefsten Stand seit FrĂŒhjahr 2003 gerutscht.

Die Mobilfunk-Anbieter befinden sich derzeit unter Druck. Zum einen fallen die Preise unter anderem durch den Vormarsch von Billiganbietern. Zum anderen drohen ihnen neue Technologien wie die inzwischen auch auf dem Handy mögliche Internet-Telefonie (VoIP) das GeschÀft zu verderben. Der neue Mobilfunkstandard UMTS, in den die Branche schÀtzungsweise mehr als 100 Milliarden Euro gesteckt hat, blieb unterdessen bislang nur ein Nischenmarkt. (dpa)

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