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Vodafone vereinheitlicht Kabel-TV-Frequenzen - das müssen Kunden wissen

11.05.2022 | 10:10 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Vodafone stellt für 13 Millionen Kabel-TV-Kunden die Fernseh- und Hörfunksender-Frequenzen um. So läuft die Umstellung und das müssen Kunden wissen beziehungsweise tun.

Ab August 2022 vereinheitlicht Vodafone bundesweit die TV-Frequenzen im Kabel-Glasfasernetz. Vodafone gleicht damit das bislang regional unterschiedlich genutzte Frequenzspektrum netzweit an.

Damit erhalten viele TV- und Hörfunksender ab August eine andere Frequenz. Das niederbayerische Landshut ist allerdings eine Ausnahme: Dort stellt Vodafone die Kabelfrequenzen schon in der Nacht vom 7. auf den 8. Juni um.

Die Anpassung in den regionalen TV-Technikstandorten (als „Hub“ bezeichnet) erfolgt laut Vodafone schrittweise von Hub zu Hub über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Im April 2023 soll die Frequenzumbelegung dann für die über 13 Millionen Kabel-TV-Kunden abgeschlossen sein. Vorausgegangen ist eine bereits durchgeführte Umstellung in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg im Jahr 2021. Im Frühjahr 2023 kommt es dann noch zur Abschaltung der analogen Radiosender in den Kabelnetzen von NRW, Hessen und Baden-Württemberg.

Vodafone erhofft sich von der bundesweit einheitlichen Frequenzbelegung mehr „Gestaltungsspielraum für mehr Leistung und höhere Datenraten im Kabel-Glasfasernetz“.

So kommt das TV-Bild zum Fernseher.
Vergrößern So kommt das TV-Bild zum Fernseher.
© Vodafone

Das müssen TV-Kunden tun

Da Vodafone die Frequenzen immer nachts umstellt und die meisten TV-Endgeräte automatisch einen Sendersuchlauf durchführen, sollten viele Vodafone-Kunden von der Umstellung nichts mitbekommen. Empfangsgeräte von Vodafone, Unitymedia oder Sky sowie „moderne Fernsehgeräte“ (O-Ton Vodafone) sollen die Sender nach der Umstellung automatisch finden.

Vodafone empfiehlt seinen Kunden, ihre Empfangsgeräte und den Kabel-Router zum Umstellungszeitpunkt nicht vom Stromnetz zu trennen und am Morgen nach der Umstellung zu prüfen, ob alle Sender wie bisher zu empfangen sind. Dies sollte vor allem bei Vodafone-eigenen Endgeräten der Regelfall sein, da sich die Sendeplätze (LCN-Nummer) der meisten Sender nicht verändern.

Bei älteren Empfangsgeräten von anderen Anbietern kann jedoch ein Sendersuchlauf notwendig sein, wie Vodafone einräumt. Je nach Gerät kann es erforderlich sein, Favoritenlisten anzupassen und Aufnahmen neu zu programmieren, damit alles wie gewohnt funktioniert.

Vodafone informiert die Kunden per Brief über den Zeitpunkt der Umstellung.

Informationen und Hilfestellungen zur Frequenzumbelegung erhalten Vodafone Kunden hier . Ab Juni 2022 sollen TV-Kunden dort über eine Adress-Suche den genauen Umstellungszeitpunkt für ihren Wohnort abrufen können.

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