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Vorsicht vor Zwangsrouter trotz neuem Gesetz

07.01.2016 | 13:45 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Ein neues Gesetz besiegelt das Ende des Routerzwangs - im Prinzip, doch derzeit lauern noch ein paar Fallen.

Bundesregierung und Parlament haben k├╝rzlich ein Gesetz verabschiedet, das das Ende der Zwangsrouter in Deutschland festlegt. Danach ÔÇ×d├╝rfen die Betreiber ├Âffentlicher Telekommunikationsnetze und die Anbieter von ├Âffentlich zug├Ąnglichen Telekommunikationsdiensten den Anschluss von Telekommunikations-Endeinrichtungen an das ├Âffentliche Telekommunikationsnetz nicht verweigern, wenn die Telekommunikations-Endeinrichtungen die grundlegenden Anforderungen nach ┬ž 3 Absatz 1 erf├╝llenÔÇť.

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Das Ende des Routerzwangs gilt ausdr├╝cklich f├╝r alle Netzarten, also sowohl f├╝r klassisches DSL, schnelles VDSL als auch f├╝r Breitbandkabel (TV-Kabel).

Weil aber die Umsetzung der neuen Regelungen bei den Providern administrative und technische Umstellungen erfordert, haben die Unternehmen daf├╝r sechs Monate Zeit. Und genau dies nutzen Unternehmen, die schon in der Vergangenheit auf Zwangsrouter gesetzt haben, derzeit noch aus.

Wenn es dort beispielsweise hei├čt: ÔÇ×Schnell surfen: Vodafone bietet Fritz!Box 7490 als neuen Premium-RouterÔÇť, kommt man erst einmal nicht auf die Idee, dass dieser ÔÇ×provisioniertÔÇť sein k├Ânnte ÔÇô schlie├člich handelt es sich ja um die Fritzbox von AVM. Erst beim Blick ins Kleingedruckte f├Ąllt die Formulierung ÔÇ×mit dem bew├Ąhrten Modem-Installations-CodeÔÇť auf.

Ende des Routerzwangs: Das Gesetz im ├ťberblick

In der Praxis werden diese speziell konfigurierten Router vom Provider ├╝ber das Netz eingerichtet, der Kunde hat nur eingeschr├Ąnkte M├Âglichkeiten. Einzelne Funktionen k├Ânnen sogar ganz gesperrt sein, obwohl die Fritzbox oder ein anderer Router prinzipiell dazu in der Lage w├Ąren.

Deshalb hei├čt es bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes: Augen auf bei der Providerwahl von DSL-, VDSL- und Kabelvertr├Ągen!

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