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WWDC 2020: Swift Student Challenge: Gewinner stehen fest

17.06.2020 | 14:38 Uhr | Peter Müller

Zum Programmieren ist es nie zu spät – und vor allem nicht zu früh. Apple ehrt junge Coder und ihre Apps.

In diesem Jahr ist an der Entwicklerkonferenz WWDC vieles anders – und doch auch einiges bewährt. So wird es eine öffentliche Keynote am Montag geben und diverse Sessions, in denen Entwickler tiefe Einblicke in Apples Systeme bekommen. Wie in jedem Jahr hat Apple auch 2020 eine Swift Student Challenge ausgerufen, in der junge Programmierer ihre Apps einreichen können. Die besten Werke und ihre Urheber hat Apple dann stets zur WWDC nach Cupertino eingeladen, die Reise war ja teuer und Tickets nur schwer zu kriegen …

Auf eine Reise nach Kalifornien muss der prämierte Nachwuchs dieses Jahr verzichten, nicht aber auf die intensive Würdigung durch Apple. In diesem Jahr kürt Apple 350 Gewinner aus 41 Ländern, die ihre in Swift Playgrounds erstellten Arbeiten eingereicht hatten. In seinem Newsroom hebt Apple besonders die Teenager Sofia Ongele, Palash Taneja und Devin Green hervor.

Gesundheit und Gerechtigkeit

Die erste iOS-App der 19-jährigen New Yorkerin Sofia Ongele geht ein ernsthaftes Problem an: ReDawn soll Opfern sexueller Übergriffe Hilfen in sensibler Art und Weise anbieten. Ongele studiert an der Fordham Universität und sieht sich an der Schnittstelle von Technik und sozialer Gerechtigkeit, einen Abschluss strebt sie in Jura und/oder Politikwissenschaften an. Die Technik solle ihr vor allem dabei helfen, die Welt gerechter zu machen.

Der Technologie des Gesundheitswesens verschrieben hat sich der in Delhi geborene und in Austin/Texas studierende Palesh Taneja, ebenfalls 19 Jahre alt. Das von ihm programmierte Web-basierte Tool soll Erkenntnisse gewinnen helfen, wie von Mosquitos übertragene Krankheiten wie das Dengue-Fieber sich verbreiten. An der tropischen Infektionskrankheit litt Taneja selbst vor vier Jahren über längere Zeit, in der sich mit Coding zu beschäftigen begann.

Eine Nachteule, die sich mit dem Aufstehen schwertut, ist offenbar der 18-jährige Schüler David Green, der in diesem Herbst in Stanford sein Studium aufnehmen will. Ein einfacher Wecker scheint ihm nicht zu genügen, so hat er sich unter seine Matratze eine druckempfindliche Matte gelegt, die zugehörige App gibt einen Alarm auf seinem iPhone aus, wenn die Matte nach der festgelegten Aufstehzeit noch einen von einem Körper ausgehenden Druck verspürt. Das iPhone hört dann erst zu schellen auf, scannt Green damit einen der zwölf in seiner Wohnung verteilten QR-Codes, die jeden Tag per Zufallsalgorithmus durchwechseln. Nach dem Frühsport ist man dann auch sicher wach. Green hat auch bereits zwei Apps im App Store, die erste hat er als 13-Jähriger programmiert. Die zweite mit dem Namen "Slight Work" basiert auf die Pomodoro-Technik, die mit ihren strukturierten Pausen die Arbeit und das Lernen erleichtern soll.

Jede Menge Apps

Weitere Gewinner und ihre Werke präsentiert Apple nur kurz , so etwa den 16-jährigen Schüler aus Deutschland Lars Augustin, dessen iOS-App quasi eine Meta-Arbeit ist. Denn er wusste nach eigenen Angaben nicht, wie er die Funktionsweise seiner nächsten App auf dem iPhone skizzieren solle, weshalb er die Zeichenapp "Charcoal" zu diesem Zweck baute. Die 21-jährige Brasilianerin Maria Fernanda Azolin geht das Problem von Leuten an, die einen ganzen Schrank voll nichts anzuziehen haben. Mit der DressApp kann man seine einmal als geeignet empfunden Outfits fotografieren und katalogisieren und fürderhin viel Zeit sparen. Die App "STEMpump" des 16-jährigen US-Amerikaners Ritesh Canchi ist auch eine Art Katalog, nur eben für Fortbildungsangebote auf einem Schul- oder Universitätscampus.

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