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Wacom wehrt sich gegen Spionage-Vorwürfe

10.02.2020 | 17:55 Uhr | Michael Söldner

Der Grafiktablet-Hersteller Wacom beteuert, dass erfasste Nutzerdaten nur anonymisiert gespeichert würden.

In mehreren Berichten wurde dem Grafiktablet-Hersteller Wacom in den vergangenen Tagen vorgeworfen, dass Nutzerdaten erfasst und mit Google Analytics geteilt würden. Nach Angaben des Softwareentwicklers Robert Heaton würde Wacom Daten zur Nutzung der Geräte, zur sonst verbauten Hardware sowie die Namen aller genutzten Programme sammeln. Gegenüber "The Verge" teilte Wacom nun mit, dass die Daten lediglich für die Qualitätssicherung und die Entwicklung neuer Produkte erfasst würden. Die Daten seien zudem anonymisiert und nicht mit dem jeweiligen Nutzer in Verbindung zu bringen. Die erfassten MAC-Adressen und Seriennummern würden von Wacom nicht gesammelt. Die App-Version würde jedoch IP-Adressen an Google Analytics übermitteln. 

Besorgte Nutzer könnten laut Wacom der Datenerfassung per Opt-Out widersprechen. Dazu muss im Wacom Desktop Center der Menüpunkt „More“ in der rechten oberen Ecke angeklickt werden. Dort finden sich Einstellungen zum Datenschutz, konkret geht es um die Teilnahme am Wacom Experience Programm, der per Checkbox widersprochen werden kann. Wacom habe nach eigenen Angaben auch bei aktivierter Funktion lediglich Zugriff auf die mit dem Stift verbundenen Informationen. Dazu gehören beispielsweise die häufigsten Belegungen der Stifttasten („Rechtsklick“ und „Schritt zurück“) oder die am meisten betrachteten Tabs in den Wacom-Tools. Was die Nutzer in anderen Anwendungen mit dem Stift zeichnen, sei hingegen nicht nachvollziehbar.

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