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Währungskrise: Apple stoppt Verkäufe in der Türkei

24.11.2021 | 11:20 Uhr |

Apple hat auf den freien Fall der Landeswährung Lira reagiert und den Verkauf über den türkischen Online Store gestoppt.

Die Währungskrise in der Türkei hat dramatische Auswirkungen, auch Apple hat inzwischen Maßnahmen ergriffen. Die Lira fiel innerhalb kürzester Zeit um weitere 15 Prozent, nachdem der türkische Präsident Erdoğan öffentlich die Zinssenkungen verteidigte und betonte, dass er an seinem bisherigen Wirtschaftskurs weiter festhalten will. Kurz darauf stoppte Apple den Verkauf aller Geräte im türkischen Online-Store, mutmaßlich um Verluste angesichts der kriselnden türkischen Währung zu verhindern. Eine Lira entspricht derzeit nur noch rund 0,08 US-Dollar, seit Beginn des Jahres hat die Lira gegenüber der Leitwährung rund 42 Prozent an Wert verloren. Damit ist sie laut Reuters die am schnellsten fallende Währung der Welt.

Apple-Geräte lassen sich im türkischen Online Store zwar konfigurieren, aber nicht kaufen.
Vergrößern Apple-Geräte lassen sich im türkischen Online Store zwar konfigurieren, aber nicht kaufen.

iPhones und Co. lassen sich zwar immer noch über die Website aufrufen und konfigurieren, können allerdings nicht in den Warenkorb gelegt werden. Wie lange der Verkaufsstopp beibehalten wird, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich ist aber, dass Apple solange bei seinem Kurs bleibt, bis die enorme Inflation der Lira gestoppt wird. Ob der Vor-Ort-Verkauf in türkischen Apple Stores ebenfalls gestoppt wurde, ist uns nicht bekannt.

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Vor fast genau sieben Jahren hat Apple einen vergleichbaren Verkaufsstopp in russischen Online-Stores angeordnet : Damals fiel die russische Währung Rubel so schnell, dass die iPhones im Land im Verlauf einer Woche deutlich billiger wurden als anderswo auf der Welt. Der Verkauf im Einzelhandel vor Ort ging indes weiter, was aber dazu führte, dass die meisten iPhone- und iPad-Modelle schnell ausverkauft wurden. Im Dezember 2014 verlor der Rubel mehrere Prozentpunkte von seinem Wert innerhalb einer Woche, da die Ölpreise damals recht niedrig waren und die EU- sowie USA-Sanktionen wegen der Krim-Annexion in Kraft traten. 

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