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Warum Apple Pandora zum Jailbreak riet

04.03.2021 | 09:01 Uhr | Peter Müller

Jailbreaks gefährden die Sicherheit des iPhones – aber gerade in der Frühzeit des Smartphones waren sie beinahe Notwehr.

Apple rät seinen Nutzern stets davon ab, Jailbreaks auf iPhones anzuwenden. Diese nutzen bis dato nicht geschlossene Hintertüren des Systems und bergen Sicherheitsrisiken. Doch war es vor der Veröffentlichung des ersten SDKs für iPhone-OS 2.0 und der Eröffnung des App Store im Juli 2008 schlicht nicht anders möglich, als via Jailbreaks native Software auf das iPhone zu bekommen.

Wie die beiden Manager Tim Westergren und Tom Conrad des Streaming-Pioniers Pandora in einem Interview mit Vice erzählen, war es kein geringerer als Apples damaliger Senior Vice President für iOS-Software Scott Forstall, der die beiden bei einem Treffen in Cupertino ermutigte, einen Jailbreak auf einem iPhone anzuwenden und dann eine native Pandora-App zu entwickeln. Das sei eine Übergangslösung, bis man bei  Apple mit etwas mehr formellen kommen werde.

Das Zeitfenster dafür war relativ kurz, Apple hatte das iPhone Ende Juni 2007 in den Handel gebracht, vorgesehen waren zunächst lediglich Web-Apps. Im März 2008 präsentierte Apple schließlich das SDK, mit dessen Hilfe Entwickler Apps für das iPhone programmieren konnten, der App Store eröffnete dann im Juli 2008.

6. März 2008: iPhone SDK – Apple befreit iPhone
10. Juli 2008: Heute noch – iPhone OS 2.0 und der App Store

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