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Warum Apple Pay nicht disruptiv ist

26.09.2018 | 11:49 Uhr | Peter Müller

In Deutschland warten wir weiter auf Apple Pay, in den USA und anderswo wird die Methode immer beliebter. Apple selbst zieht aber Grenzen, aus guten Gründen.

Apples VP Jennifer Bailey, die für Apple Pay zuständig ist, hat am Dienstag auf der Konferenz Brainstorm Reinvent erklärt , was Apple mit seiner Zahlmethodik vorhatte und weiter vorhat. Man wolle keineswegs die Kreditkartenindustrie zerstören, sondern mit Apple Pay für seine Kunden ein sinnvolle Ergänzung zu Zahlmethoden schaffen, denen diese bereits trauen.

Cupertino hat zwar eine Tradition damit, mit neuen Produkten wie Mac, iPhone oder iTunes komplette Industrien auf den Kopf zu stellen, mit Apple Pay wolle man aber nicht disruptiv sein und den Service als Ersatz für Kreditkarten positionieren. Wäre das der Fall, bräuchte Cupertino dafür eine Bankzulassung und Apple Pay würde streng staatlich reglementiert.

Stattdessen suche Apple Anwendungen der Technik über die kontaktlose Zahlung hinaus. Schon nächste Woche werde man in einem Feldversuch Studentenausweise an den Universitäten von Oklahoma und Alabama sowie der Duke University in North Carolina ausgeben, mit denen man sowohl Zugang zu Gebäuden bekommt als auch die Möglichkeit, zu bezahlen.

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