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Warum Apple und Google fast 600.000 Apps aus den Stores werfen

04.08.2022 | 11:01 Uhr | Thomas Hartmann

Apple und Google haben im zweiten Quartal zusammen fast 600.000 Anwendungen aus ihren jeweiligen App-Stores entfernt. Apple ging dabei umfassend gegen ”vergessene” Anwendungen vor.

Apple und Google haben im zweiten Quartal 2022 592.000 Apps aus dem App Store respektive aus dem Google Play Store entfernt, heißt es im jĂŒngsten Bericht des Unternehmens fĂŒr Betrugsschutz Pixalate .

Pixalate legt ausfĂŒhrliche und teils ĂŒberraschende Zahlen vor:  Apple habe im zweiten Quartal demnach 439.000 Apps aus dem App Store entfernt. Vor allem veraltete und von ihren Entwicklern aufgegebene Anwendungen traf der Bannstrahl: 64 Prozent der bei Apple ausgemisteten Apps wurden laut Pixalate seit mindestens zwei Jahren nicht mehr aktualisiert. Zum Vergleich: Bei Google betraf dieses Kriterium lediglich 20 Prozent der entfernten Apps. Bemerkenswert ist laut Pixelate, dass Apple in Q1/22 nur 5.000 Apps aus dem Programm genommen habe, bevor im zweiten Quartal 2022 eine umfassendere Aktion erfolgte.

Apps mĂŒssen wegen Sanktionen weichen

Interessant auch, dass als Folge des Krieges gegen die Ukraine 35 Sberbank-Apps (sanktionierte, grĂ¶ĂŸte Finanzinstitution Russlands) bei Google und Apple vom Markt genommen wurden. Ferner gab es einen beinahe 100-fachen Anstieg der "Gesundheits- und Fitness"-Apps, die im 2. Quartal 2022 von Apple ausgemistet wurden, darunter 178 Apps zur Familienplanung.

Mehr als 49.000 Apps, die in Q2 von der Liste gestrichen wurden, waren wahrscheinlich fĂŒr Kinder bestimmt, heißt es dort weiter.

Gelöschte Apps stellen ein potenzielles Datenschutz- und Sicherheitsrisiko fĂŒr Verbraucher dar, da sie auf dem GerĂ€t des Users installiert bleiben können und diese möglicherweise nicht wissen, dass man die App löschen sollte, so Pixelmate.

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