2471443

Warum Apple von der Tech-Skepsis verschont bleibt

27.11.2019 | 16:23 Uhr | Peter Müller

Die Skepsis über Digitalfirmen nimmt zu, eine Gegenbewegung entsteht. Apple kann das wenig anhaben. Warum, erklärt eine Harvard-Professorin.

Große Technikfirmen haben dieser Tage mit einem Rückschlag (eng. Backlash) respektive dem Kofferwort Techlash zu kämpfen: Einst populär, hat sich das Image von Amazon, Facebook, Google und Konsorten zuletzt deutlich verschlechtert und immer mehr Kunden kehren den Anbietern und ihren Kunden den Rücken.

Von dieser Skepsis ausgenommen scheint jedoch Apple, das weiter in der Gunst des Publikums strahlt. Warum das so ist erklärt die Professorin der Harvard Business School Sandra Sucher gegenüber Business Insider. Der Mac-Hersteller zeige vor allem "Intentionalität und Konsistenz", indem Cupertino klar seine Werte definiert und sie auch vorlebt. Kritisierte Missstände, wie die Arbeitsbedingen in der Lieferkette oder seinen Einfluss auf die Umwelt, gehe Apple in glaubwürdiger Weise an: "Sie haben es nicht ignoriert, sie haben tatsächlich versucht, die Dinge besser zu machen und Standards zu setzen, die eher dem entsprechen, was die Gesellschaft von ihnen erwartet". Man könne einer Firma auf der einen Seite aber trauen und in einem anderen Bereich misstrauen, das Vertrauen stütze sich auf vier Faktoren: Kompetenz, Motiv, Mittel und Wirkung. Dem heutigen CEO Tim Cook kommt auch zugute, dass er einerseits von außen kam – anders als Gründer wie Mark Zuckerberg oder Jeff Bezos – und andererseits Steve Jobs und Konsorten das Gelände für ihn vorbereitet hatten: Apple steht schon lange im Fokus der Öffentlichkeit.

Macwelt Marktplatz

2471443