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Warum ein iPad Mini besser ist als ein iPad Pro

19.06.2022 | 10:40 Uhr |

Das iPad Mini ist das beste iPad, das Apple jemals herausgebracht hat. Vielleicht nicht auf dem Papier, aber im alltäglichen Gebrauch.

Das iPad Mini ist besser als das iPad Pro. Diese Aussage klingt auf den ersten Blick erstmal falsch. Wie kann ein Gerät, welches den Titel „Pro“ im Namen hat, schlechter sein als ein Gerät, welches zudem offensichtlich kleiner ist? Größer ist nicht immer besser, kleiner nicht immer schlechter. Das iPad Mini, welches Apple in seiner sechsten Generation vor etwa einem Jahr auf den Markt gebracht hat, ist das perfekte Apple-Tablet für Kinder und für die Familie, für Reisende, für Zwischendurch und für die Unterhaltung. Hier sind vier Gründe, warum das iPad Mini besser ist als ein iPad Pro. 

Design 

Das iPad Mini hat im letzten Jahr das Design des kantigen iPad Pro bekommen. Schon vor der Keynote wurde viel darüber spekuliert, ob Apple diesen Schritt gehen würde. Das iPad Mini war aufgrund seiner Größe schon immer ein kleiner Außenseiter. Während Apple den Home Button auf dem iPhone durch ein großes Display mit Notch ersetzte, blieb das altbackende Design vorerst noch auf ein paar iPad-Modellen bestehen – auch auf dem kleinsten iPad. Das aktuelle sogenannte „iPad“, welches Apple bereits für 379 Euro verkauft, ist nun das letzte Modell mit Home Button inklusive Touch-ID. Durch das neue All-Screen-Design hat Apple dem iPad Mini ein ganz neues Image verpasst. Es sieht nicht nur modern aus, es ist es auch. Doch einer der letzten Gründe, sich gegen das iPad Mini zu entscheiden, wurde mit dem neuen Design nun genommen. Es liegt hervorragend in der Hand und macht einfach in jeder Hinsicht Spaß. Ein großer Vorteil gegenüber einem Pro-Modell, welches man aufgrund seiner Größen stets mit zwei Händen halten und bedienen muss, ist, dass man das iPad Mini auch problemlos für längere Zeit in einer Hand halten kann. Doch dazu später mehr. 

Chip 

Jetzt, da Apple den M2 im neuen Macbook Air und Macbook Pro vorgestellt hat, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Apple dem iPad Mini ebenfalls einen Chip der M-Serie spendiert. Ob es gleich der M2 sein wird oder doch ein „alter“ M1, der aktuell auch im iPad Air und Pro steckt, wird sich zeigen. Aktuell muss man im iPad Mini noch mit einem A15-Chip auskommen. Diesen verbaut Apple auch im iPhone 13. Doch reicht der für die meisten Anwendungen aus, sodass sich die Frage stellt: Ergibt ein M1-Chip im iPad Mini überhaupt Sinn? Klar, mehr Leistung ist immer wünschenswert. Doch muss Apple seine Produkte voneinander abgrenzen und die Verwendung des A15-Chips ist nicht nur aus dieser Hinsicht logisch. Der A15 passt zum Mini wie die Faust aufs Auge. Nicht zu viel, aber vor allem nicht zu wenig Leistung. Genau passend, um Spiele-Apps auf dem iPad Mini zu genießen, E-Mails zu lesen und zu beantworten oder Fotos mit Photoshop zu bearbeiten. Ein M1-Chip im Mini wäre am Ende auch zu viel des Guten gewesen – berücksichtigt man, wie viele anderen Features in dem kleinsten Apple-Tablet stecken. 

Features 

Die Batterie des iPad Mini hält den ganzen Tag über und ist damit der perfekte Reisebegleiter. Außerdem verzichtet das iPad Mini auf Face-ID und kommt stattdessen mit einer Touch-ID im Power-Button. Tatsächlich habe ich mich so sehr an die Bedienung via Touch-ID gewöhnt, dass ich sie im iPad Pro vermissen würde. Apple sollte die Face-ID zwar nicht aus den Pro-Modellen streichen, dafür aber über eine zusätzliche Implementierung von Touch-ID nachdenken. Außerdem kommt das iPad Mini mit USB-C, sodass Sie externe Festplatten oder sonstiges Zubehör damit verbinden können. Ein Feature, was man bislang nur den von Pro-Modellen kannte – mit Ausnahme des iPad Air der 4. Generation. 

Das iPad Mini ist perfekt als E-Book-Reader geeignet. Bei größeren iPad-Modellen käme ich niemals auf den Gedanken, ein E-Book darauf zu lesen. Ich bin keiner der Papier-Fetischisten, für die auch ein E-Book-Reader mit E-Ink-Technologie kein echter Buch-Ersatz ist, doch ist selbst mir ein iPad Air oder Pro einfach zu groß, um darauf ein Buch zu lesen. 

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Die Größe des iPad Mini ist ebenfalls perfekt für Kinder geeignet, die mit ihren kleinen Händen mit einem solchen Gerät besser umgehen können, als mit einem riesengroßen iPad Pro. Und auch für Zwischendurch ist das iPad Mini in vielen Fällen die bessere Wahl: Ob beim Kochen in der Küche, abends im Bett oder bei einem Bad in der Badewanne: Das iPad Mini nimmt nicht so viel Platz weg und ist gleichzeitig einfach praktisch.  

Apple Pencil & 5G

Für manche (mich eingeschlossen) mag 5G keine große Rolle spielen, doch für die, die es nutzen möchten, ist das iPad Mini ebenfalls eine Option. Hier wundert es mich, dass Apple dieses Feature ebenfalls implementiert hat, immerhin hätten sie es sich auch aufsparen können, um es in ein oder zwei Jahren als Upgrade zu bringen. Das Mini kommt ja bereits mit vielen anderen Features. Sei’s drum. Lieber haben als missen. Gleiches gilt für den Apple Pencil. Auch wenn meiner Erfahrung nach der Apple Pencil auf einem iPad Mini nur selten zum Einsatz kommt, ist es trotzdem toll, dass Apple die Kompatibilität ermöglicht. 

Ist das iPad Mini wirklich besser? 

Das kommt darauf an, was Sie von einem iPad erwarten. Jeder, der keine Pro-Anwendungen mit einem iPad verwenden möchte, wird mit einem iPad Mini bestens zurechtkommen. Natürlich muss Apple in mancherlei Hinsicht Abstriche machen. Die Lautsprecher klingen nicht so satt wie im iPad Pro und auch das Display wäre mit Pro-Motion deutlich ansehnlicher. Doch abgesehen davon kann man mit einem iPad Mini alles schaffen, was man auch mit einem iPad Pro erledigen möchte. 

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