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Warum heißt Fritzbox eigentlich Fritzbox?

14.06.2019 | 13:28 Uhr |

Fragen Sie sich auch manchmal, wo die Ursprünge von Firmennamen liegen? Oft verbergen sich spannende Geschichten hinter den Namen der Unternehmen, mit denen wir tagtäglich zu tun haben.

Der Herkunft von Firmen- und Markennamen liegt oft eine interessante Geschichte zugrunde. Wissen Sie, warum die Fritzbox von AVM eigentlich Fritzbox heißt? Wir geben Ihnen die Erklärung, wie es zu dem Namen des Netzwerkprodukts kam.

Wie kam die Fritzbox zu Ihrem Namen?

Die Wurzeln des 1986 in Berlin gegründete Telekommunikations- und Netzwerkspezialisten AVM liegen in ISDN-Karten, die zunächst überwiegend an Geschäftskunden vertrieben wurden. Nach der flächendeckenden Einführung von ISDN in Deutschland wollte das Unternehmen ISDN-Karten auch im Consumer-Segment verkaufen. Um die Zurückhaltung bei den Consumern zu überwinden, wurde dazu 1995 eine ISDN-Karte für privaten Endkunden mit einem neuen Markenauftritt auf den Markt gebracht. Mit einem Comic-artigen Schriftzug, einem Frettchen als Maskottchen und einer knallbunten Verpackung wollte man sich von den üblichen, nüchternen ISDN-Produkten abheben. Bei der internen Suche nach einem Eigennamen konnte kein Name überzeugen – außer Fritz. Fritz hat einen starken Bezug zu Berlin, beispielsweise durch den "Alten Fritz", den Preußenkönig Friedrich II. Zudem sollte der Name nicht zu technisch klingen und auch im Ausland die deutsche Wertarbeit verkörpern. In dem für AVM weniger interessanten französischen Markt konnte man mit "Fritz" nicht besonders punkten. Die Briten hingegen schätzen die Bezeichnung nicht zuletzt durch die gewisse Selbstironie, die sie von Deutschland nicht unbedingt erwarteten. Das erste externe DSL-Modem erhielt dann den Namen Fritzbox. Der durchschlagende Erfolg rief auch die Mitbewerber auf den Plan. So versuchte Konkurrent D-Link 2007 mit der Horstbox von der Markenbekanntheit zu profitieren und sich als Alternative zur Fritzbox zu positionieren. Mittlerweile steht Fritz bei AVM für eine ganze Produktfamilie, die nicht nur DSL-, Kabel und LTE-Router, sondern auch Powerline-Produkte, Repeater, schaltbare Steckdosen und Thermostate sowie DECT-Telefone umfasst.

Kaum zu glauben, aber auf dem deutschen Router-Markt gab es eine Zeit lang auch eine Horstbox. Wir haben das Gerät sogar getestet.

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