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Was Apple der Handelskonflikt USA vs. China kostet

22.05.2019 | 10:15 Uhr | Peter Müller

Apple produziert nicht nur die meisten seiner Geräte in China, sondern verkauft viele iPhones in der Region.

Zahlen: Apple wird unter dem Handelskonflikt zwischen China und den USA leiden, so viel steht fest. Der Analyst Matthew Cabral rechnet nun vor, was das Apple konkret kosten wird . Für jede 5 Prozentpunkte Rückgang des Geschäfts in Greater China (Volksrepublik, Taiwan, Hongkong) werde der Gewinn pro Aktie demnach um 15 Cent fallen. Auch wenn Apples Güter noch von den Strafzöllen ausgenommen blieben, welche die USA auf Importe aus China erheben, würden diese in einer zweiten Welle Schaden erleiden, eine weitere Eskalation würde die Nachfrage nach Apples Produkten in China zurückgehen lassen. Rund 20 Prozent seiner globalen Umsätze fährt Apple in jener Region ein.

In der Woche, in der der POTUS eine Anhebung der Strafzölle auf 25 Prozent erklärt hatte, fiel die Apple-Aktie um gut 7 Prozent, seit dem Zwischenhoch im Mai mit einem lokalen Maximum des Kurses hat Apple an der Börse wieder einen Wertverlust von 130 Milliarden US-Dollar hinnehmen müssen.

Der chinesische Markt ist für Apple mittlerweile so wichtig geworden, dass die Ergebnisse dort sich direkt auf die Quartalsbilanzen in Cupertino auswirken. Die Analysten schätzen den Anteil vom Umsatz und Gewinn, den Apple in China erwirtschaftet, auf knapp 20 Prozent. Schwache Verkaufszahlen in China haben beispielsweise die Bilanz im vierten Quartal deutlich beeinflusst. Apple musste mitten in der Bilanzperiode die eigene Prognose revidieren und die Zahlen nach unten korrigieren.

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