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Was Jobs schwarzes T-Shirt über Mac-OS X sagt

11.07.2003 | 12:59 Uhr |

Was Jobs schwarzes T-Shirt über Mac-OS X sagt

Die Recherche, die die Journalistin Leigh-Ann Jackson für den Austin American Statesman auch unter hochrangigen Apple-Mitarbeitern durchführte, brachte wenig erhellendes: Einen Hinweis, dass Jobs bei der Eröffnung der Macworld-Expo in Tokio anno 2001 einen schwarzen Anzug getragen habe (Apple-Pressesprecherin Lynn Fox) und einen Hinweis darauf, dass andere im Silicon Valley noch viel schlechter angezogen seien (Wired-Redakteur Jeffrey OÇBrian).

Wer nun glaubt, dass Jobs vielleicht nur einfach aus Faulheit in die immer gleiche Kluft schlüpfe, der hat sich jedoch geirrt. "Was er (Steve Jobs) trägt sagt eine Menge darüber aus, was er über Computer denkt" erklärte Ruth Rubinstein, Professor für Sozialwissenschaften am New Yorker Fashion Institute of Technology, schon im Jahr 2000 in ihrem Buch "Dress Codes: Bedeutung und Botschaft in der Amerikanischen Kultur". Jobs glaube daran, dass Computer die Welt revolutionieren können und seine Philosophie sei getragen von der Idee der Demokratie und es Teilens. Deshalb wolle er sich auch optisch nicht von seinem Team abheben - so Rubinstein weiter.

Und während die Autorin des Beitrags im Statesman noch darüber rätselt, ob Jobs schwarzes T-Shirt eine Referenz an die Beatnicks der 70er Jahre sei oder die ewige Jeans eine Verkörperung der drei, von Steve angeblich besonders erstrebten Eigenschaften "cool, calm and collected", haben wir schon längst den wahren Grund erkannt:

Steve Jobs weiss ganz genau, was wichtig ist. Er muss weder mit seinem eigenen Outfit noch mit bunten Punkten auf dem X von Mac-OS um Aufmerksamkeit kämpfen. Jetzt kommt es nicht mehr auf die Optik von Mac-OS X an, sondern darauf, ob Version 10.3 die an das Update gestellten Erwartungen in Sachen Schnelligkeit und Funktionalität erfüllt. Und für einen solchen Anspruch ist das stählerne schwarze X ja kein schlechtes Omen.

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