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Was der Mac und Photoshop mit "Rogue One" zu tun haben

16.12.2016 | 09:08 Uhr |

Auf die Idee, die Geschichte der gestohlenen Pläne für den Todesstern zu erzählen, kam ein alter Bekannter: John Knoll.

"Rogue One", das neueste Star-Wars-Spinoff hat sehr viel mit dem Mac zu tun, wie unser Macworld-Kollege Jason Snell näher erläutert . Beziehungsweise mit John Knoll, der auf die Idee gekommen ist, die Geschichte zu erzählen, wie die Rebellen die Pläne für den Todesstern erhalten konnten, die schon in der Eingangssequenz des historisch ersten Star-Wars-Films "Episode IV: A New Hope" eine wesentliche Rolle spielen. John Knoll ist CCO (Chief Creative Officer) des mittlerweile zum Disney-Konzern gehörenden Effektstudios Industrial Light and Magic (ILM), das einmal mehr für die visuellen Effekte in "Rogue One" verantwortlich zeichnete. Knoll arbeitete bereits im Jahr 1987 bei ILM, als er zusammen mit seinem Bruder Thomas auf dem Mac und für den Mac eines der wichtigsten Programme der IT-Geschichte entwickelte: Photoshop. Der Name der Bildbearbeitung war an sich nur ein Spaß und wie es sich für ein gutes Provisorium gehört, das ewig halten soll, blieb er hängen. Auch Adobe, das die Erfindung der Knolls im Jahr 1988 aufkaufte und zur Marktreife entwickelte, blieb beim Spitznamen.

"Rogue One" ist übrigens mit einer analogen 35-mm-Kamera gedreht, wie unser Kollege Julian Reischl auf kameramann.de zu berichten weiß , die Postproduktion inklusive der Effekte läuft natürlich längst komplett digital ab. Das war im Jahr 1977 noch anders, als ILM die Lichtschwerter auf den belichteten Film buchstäblich aufmalte. Mitte/Ende der Neunziger kamen die drei klassischen Star-Wars-Filme digital aufgehübscht erneut in die Kinos, bevor die Saga in "Dark Menace" zu ihrem neuen Anfang zurück sprang. Die digitalen Effekte in diesen Versionen sehen nicht nur so aus, als seien sie auf einem Mac entstanden, denn genau das hat John Knoll auf seinem Computer auch gemacht. Dabei legte er einen derartiges Tempo hin, das die bei ILM noch mit traditionellen Mitteln arbeitenden Kollegen erstaunen ließ. Der Mac ist dank Star Wars, Photoshop und John Knoll gewissermaßen der Schurke Nummer eins der Bildmanipulation...

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