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Was die User zu Facebook zieht

17.11.2011 | 06:19 Uhr |

Facebook steht wie eine Wand. Google kann dagegen nicht viel ausrichten.
Vergrößern Facebook steht wie eine Wand. Google kann dagegen nicht viel ausrichten.
© Rene Schmöl

329 Minuten verbrachte ein deutscher Surfer im September auf Facebook, also 11 Minuten am Tag. Diesen Schnitt ziehen natürlich diejenigen nach unten, die gar nicht auf Facebook aktiv sind oder dort nur selten vorbeischauen. ComScore hat unter anderem die tatsächlichen Minuten gemessen, die eine repräsentative Gruppe von über 10.000 Nutzern auf verschiedenen Seiten verbringt.

Weit abgeschlagen hinter Mark Zuckerbergs Netzwerk und Google, die zusammen 28 Prozent der Online-Zeit aufsaugen, liegen Anbieter wie Microsoft und United Internet. Mit Portalen wie Bing, MSN und Hotmail kommt Microsoft auf einen Nutzungsanteil von zusammen fünf Prozent. Ebay folgt mit 2,4 Prozent und United Internet (gmx.de und web.de) mit 2,1. Die Deutsche Telekom landet auf 1,4 Prozent. Die 20 größten Online-Anbieter teilen etwa die Hälfte der Zeit unter sich auf, die die Deutschen im Netz verbringen.

Was die User zu Facebook zieht

Bitkom wollte zudem wissen, wovon sich die Leute in Soziale Netzwerke treibt. Forsa hat dafür 703 Internet-Nutzer befragt. Am allerwichtigsten ist es ihnen der Kontakt zu Freunden: Nachrichten verschicken (79 Prozent), mit Freunden chatten (60) und sich über sie zu informieren (71). Fotos teilen sie fast so oft (44) wie dass sie Infos zu Veranstaltungen erhalten wollen (46). Videos anschauen spielt im Vergleich dazu mit 16 Prozent eine untergeordnete Rolle, auch Social Games wie Farmville spielen mit 24 Prozent nicht in der Spitzengruppe mit.

Wie schon erwähnt, verfolgen 28 Prozent schon auf Facebook die Nachrichtenlage, vor allem die 14- bis 29-Jährigen. Sie kommen bei dieser Frage auf 28 Prozent. Der Job nimmt keine sehr große Bedeutung ein. Nur 20 Prozent pflegen via Social Media bestehende berufliche Kontakte, acht Prozent suchen dort nach einem Job und neun Prozent informieren sich über potenzielle Arbeitgeber.

Fast alle dieser User sind sich bewusst, dass ihr Surfverhalten wichtige Daten für Facebook liefert. Wie eine Forsa-Studie im Bitkom-Auftrag jetzt zeigt, passen acht von zehn Mitgliedern einer Online-Community die Datenschutz-Einstellungen ihres meistgenutzten Netzwerks an. „Die Diskussionen der letzten Monate und die Aufklärungsmaßnahmen der Community-Betreiber haben offenkundig Wirkung gezeigt", sagt dazu Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Nur elf Prozent haben sich noch nicht mit den Datenschutz-Einstellungen befasst.

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