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Was die WWDC für den Mac bringen könnte

06.06.2022 | 17:00 Uhr |

Neue Macs, neue macOS-Funktionen – immer her damit! Unsere Last-Minute-Prognosen.

Nach einigen Jahren unspektakulärer macOS-Ankündigungen hatte Apple auf den letzten WWDC-Keynotes einige nennenswerte Ankündigungen gemacht, die die Mac-Plattform wieder etwas ins nötige Rampenlicht gerückt haben. Wird sich der Mac-Hype auch bei der WWDC 2022 fortsetzen können?

Mit einigen wichtigen Ankündigungen, die wir auf der Veranstaltung zu sehen hoffen, ist das definitiv möglich. Zwar wird nichts so bedeutsam sein wie die erste Ankündigung von Apples eigenen Prozessoren vor zwei Jahren, doch das Unternehmen könnte einige wichtige Enthüllungen machen, die den Scheinwerfer auf den Mac lenken werden. Hier sind die Mac-Ankündigungen, die wir uns von der WWDC 2022 erhoffen, in unserer Wunschreihenfolge.

Mac Pro

Als Apple mit der Umstellung des Macs von Intel-CPUs auf sein eigenes M1 System on a Chip (SoC) begann, erklärte das Unternehmen, dass dieser Prozess zwei Jahre in Anspruch nehmen würde. Die WWDC 2022 ist diese Zwei-Jahres-Marke, und wie Apple Senior VP John Ternus während des Mac Studio Events im März betonte, gibt es nur noch einen Mac, der den Übergang vollziehen muss: den Mac Pro.

Die Vorfreude auf den Mac Pro bezieht sich jedoch weniger auf den SoC (dazu mehr im nächsten Abschnitt), sondern vielmehr auf das Gerät selbst und darauf, wie Apple auf die Bedürfnisse der Mac Pro Nutzer eingehen wird. Wird Apple einen Tower-Mac bauen? Was können die Komponenten? Welchen Zugang werden die Benutzer zu den internen Komponenten haben? Wie erweiterbar wird er sein?

So viele Fragen, die hoffentlich am 6. Juni ab 19 Uhr MESZ beantwortet werden. Wir könnten uns vorstellen, dass Apple diese Umstellung mit einem großen Ereignis abschließen möchte, und so setzen wir große Hoffnungen in diese Ankündigung.

Die nächste Generation von Apple Silicon

Apple schließt gerade eine Umstellung ab, aber die nächste steht schon kurz bevor: der Wechsel von der M1-Reihe zu den SoCs der M2-Reihe. Der Mac Pro wird wahrscheinlich über eine Konfiguration verfügen, die die Leistung des M1 Ultra, seines schnellsten Mac-SoCs, noch einmal steigert und die Grenzen der M1-Reihe ausreizt. Es scheint, als habe Apple für seine Chips einen Zwei-Jahres-Zyklus geplant, sodass der Zeitpunkt für den Start der nächsten Reihe ideal wäre. Allerdings deuten jüngste Gerüchte darauf hin, dass die Wartezeit etwas länger ausfallen könnte.

Sollte sich Apple jedoch dazu entschließen, den M2 auf der WWDC zu präsentieren, wird es sich wahrscheinlich eher um eine Art Vorschau handeln als um eine ausführliche Vorstellung mit Produktankündigungen. John Ternus könnte sogar wieder nur eine einzelne Andeutung machen – jeder Hinweis wäre hilfreich für das Momentum des Marketings für die M-Reihe. Apple hat die M1-Macs im Herbst 2020 auf den Markt gebracht, also ist zu erwarten, dass das Einstiegsmodell des M2 ebenfalls im Herbst erscheinen wird. Dann werden wir die Details des Chips erfahren.

Macbook Air

Die WWDC ist normalerweise nicht der Ort für Consumer-Notebooks, aber das Macbook Air könnte eine Ausnahme sein. Seit über einem Jahr wird gemunkelt, dass das Macbook Air ein umfassendes Redesign mit schmalen Rändern, einer noch kleineren Grundfläche und anderen Farben als Space Grau, Silber und Gold erhalten soll. Das Macbook Air ist schon lange nicht mehr besonders aufregend – selbst das Modell von 2018 war weitgehend eine Iteration der Vorgängerversion. Aber wenn die Gerüchte stimmen, wird das neue Modell einer der aufregendsten Laptops seit Jahren sein.

Wir hoffen auf eine Rückbesinnung auf das ursprüngliche iBook, so wie der 24-Zoll-iMac eine Anspielung auf den ursprünglichen iMac war. Das M1 Macbook Air ist ein großartiges Gerät, aber es ist nicht besonders aufregend. Ein überarbeitetes Modell, mit oder ohne M2-Prozessor, könnte den Nervenkitzel zurückbringen.

macOS-13-Funktionen, Fehlerbehebungen und der richtige Name

Wir haben unsere macOS 13 Wunschliste veröffentlicht und werden die Keynote aufmerksam verfolgen, um zu sehen, ob einer unserer Wünsche in Erfüllung geht. Es gibt ein paar Punkte auf der Liste, die wir uns mehr wünschen als andere – insbesondere Desktop-Widgets (die Möglichkeit, Widgets aus der Mitteilungszentrale zu nehmen und auf dem Desktop zu platzieren) und ein robusteres Kontrollzentrum, das sich anpassen lässt und mehr Module hat – vielleicht sogar von Drittentwicklern.

Das Einzige, was Apple wirklich an macOS tun muss, ist, langjährige Fehler zu beheben und das System zu optimieren. Wie wir sagten, wären wir schon zufrieden, wenn Apple nur das täte und sonst nichts – also keine neuen Funktionen.

Der Name von macOS kann ein Hinweis darauf sein, wie groß das Update ist. So ist macOS Monterey etwa nach der Monterey Bay benannt, die ein Teil der größeren Region Big Sur in Mittelkalifornien ist – und die macOS-Version vor Monterey hieß Big Sur. Dieses war mit seinen Änderungen an der Benutzeroberfläche, der Unterstützung für iOS- und iPadOS-Apps auf M1-Macs und vielem mehr ein größeres Upgrade als Monterey.

Wenn Sie mit den kalifornischen Regionen, die Apple verwendet, jedoch nicht vertraut sind, wird es Ihnen nicht auffallen. Schließlich ist es nur ein Name, und im Fall von macOS bedeutet er nicht wirklich viel, außer einer alternativen Bezeichnung für die Versionsnummer.

Trotzdem ist der Name macOS für Mac-Benutzer von großer Bedeutung und die Ankündigung wird mit Spannung erwartet. Wenn Apple Senior VP Craig Federighi zu diesem Punkt der WWDC-Keynote kommt, wachsen die Vorfreude und die Aufregung und der Name lässt die nebulöse Vorstellung eines Betriebssystem-Updates zusammenwachsen und Realität werden. Sobald sich der Name etabliert hat, wird lautstark darüber diskutiert, ob er eine gute Wahl ist oder nicht.

Ausgehend von den Markenanmeldungen von Apple scheinen die Wetten darauf zu laufen, dass „Mammoth“ der nächste Name für macOS sein wird. Abgesehen davon, dass es sich um einen Ort in den Bergen der Sierra Nevada in Kalifornien handelt, würde das Wort selbst darauf hindeuten, dass macOS 13 einige große Änderungen und Funktionen für den Mac bereithält. Die Gerüchteküche ist noch nicht mit Berichten über große Änderungen an macOS 13 gefüllt, also wir mit „Mammoth“ vorsichtig. Diesen dürfte sich Apple für eine spätere, größere Version aufheben.

M1 Pro/M1 Max Mac mini

Als John Ternus sagte, dass der Mac Pro der einzige Mac sei, der noch auf einen Apple-Chip umgestellt werden müsse, bezog er sich explizit auf den Mac Pro. Doch das ist nicht der einzige Mac, der noch übrig ist. Da wäre noch der High-End-Mac Mini – das Modell für 1.249 Euro, das noch immer eine Intel-CPU verwendet.

In der Produktpalette von Apple gibt es noch eine Lücke zwischen dem iMac und dem Mac Studio, in die ein leistungsfähiger Mac Mini perfekt passen würde. Berichten zufolge soll dieser Mac mini Konfigurationen mit einem M1 Pro oder einem M1 Max bekommen, außerdem mehr GPU-Kerne und Unterstützung für mehr Arbeitsspeicher.

iMac Pro

Apple hat den iMac Pro letztes Jahr eingestellt, doch Berichte deuten darauf hin, dass Apple ihn zurückbringen könnte. Er soll ein 27-Zoll-Display und einen M1 Pro oder M1 Max SoC besitzen und sein Design soll dem des 24 Zoll großen iMac ähneln – abgesehen von den Pro-Farben Silber und Space Grau.

Weiterhin sind Berichte von einem 27 Zoll großen LED-Bildschirm für den Mac Mini aufgetaucht. Könnte hier jedoch ein Display mit dem iMac Pro verwechselt worden sein? Genau das ist nämlich bereits beim Studio Display passiert, als es Leaker für einen iMac gehalten haben. In jedem Fall arbeitet Apple an einem 27-Zoll-Bildschirm für etwas und wir hoffen, dass es beim WWDC vorgestellt wird.

Dieser Artikel erschien zuerst bei den Kollegen von der Macworld und wurde aus dem Englischen übersetzt. 

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