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Was nach dem iPhone kommen könnte – in zehn Jahren

30.11.2021 | 13:50 Uhr | Peter Müller

Nur noch ein Jahr, dann soll Apples lang erwartete Lösung für erweiterte und virtuelle Realität kommen. Etwas dürfte anders sein als bisher gedacht.

Wird AR/VR Apples "nächstes großes Ding"? Cupertino macht zumindest keinen Hehl daraus, AR sei ein großes Feld des Interesses , schweigt aber zu kommenden Produkten. Nun will laut Macrumors der in der Regel recht gut informierte Analyst Ming-Chi Kuo wissen, dass schon Ende nächsten Jahres Apple ein AR-Headset auf den Markt bringen werde. Einiges werde anders als bisher erwartet.

Denn der Analyst nennt einige Details des Gerätes, die so noch nicht kursierten: Zwei Prozessoren sollen das Herzstück des Systems bilden, ein Chip der M-Klasse werde sich um das Computing kümmern, während ein wenig leistungsfähiger Chip die Sensoren steuere und von ihnen Daten sammle. Eine Verknüpfung an ein iPhone oder einen Mac sei daher nicht nötig.

"Wir gehen davon aus, dass das AR-Headset von Apple, das im 4Q22 auf den Markt kommen soll, mit zwei Prozessoren ausgestattet sein wird. Der High-End-Prozessor wird über eine ähnliche Rechenleistung wie der M1 für den Mac verfügen, während der Low-End-Prozessor für die sensorbezogenen Berechnungen zuständig sein wird. Das Design der Power Management Unit (PMU) des High-End-Prozessors ähnelt dem des M1, da er über die gleiche Rechenleistung wie der M1 verfügt. ", heißt es in Kuos Investorennotiz.

Erweiterte Realität – und auch virtuelle

Das Headset werde aber nicht nur die reale Umgebung durch vom Computer generierte Informationen ergänzen, sondern könnte auch komplett virtuelle Realitäten erzeugen, die auf zwei von Sony gelieferten Micro-OLED-Bildschirmen mit 4K-Auflösung generiert werden. Headset und auch das nächsten Herbst erwartete iPhone 14 werden laut Kuo für eine höhere Bandbreite WiFi 6E unterstützen.

Kuo erklärt weitere Details: "Das AR-Headset von Apple benötigt einen separaten Prozessor, da die Rechenleistung des Sensors deutlich höher ist als die des iPhones. So benötigt das AR-Headset mindestens sechs bis acht optische Module, um den Nutzern gleichzeitig kontinuierliche Video-See-Through-AR-Dienste zu bieten. Im Vergleich dazu benötigt ein iPhone bis zu 3 optische Module, die gleichzeitig laufen und keine kontinuierliche Rechenleistung erfordern."

Kuo ist der Ansicht, Apples Ziel wäre es, mit einem Headset und weiteren Lösungen das iPhone binnen zehn Jahren abzulösen. Angesichts der installierten Basis des iPhones rechnet Kuo damit, Apple könne innerhalb dieser Dekade eine Milliarde AR/VR-Brillen verkaufen.

Neues Patent

Apple World Today berichtet von einem Patent, das Apple kürzlich eingereicht hat und beschreibt, wie vom Computer generierte Objekte auf Bildschirmen in virtueller Realität ausgegeben und bewegt werden und wie man damit interagiert, auch auf Mac und iPad. In der Zusammenfassung des Antrags heißt es konkret:  „In Übereinstimmung mit einigen Ausführungsformen wird ein beispielhaftes Verfahren zur Steuerung der Darstellungen virtueller Objekte auf der Grundlage der jeweiligen Benutzerkontexte beschrieben, die jeweils verschiedenen Orten in einer computergenerierten Realitätsumgebung (CGR) entsprechen.“

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