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Wear: Koordinierter Angriff von Google, Fitbit und Samsung

21.05.2021 | 16:43 Uhr | Denise Bergert

Können Google, Samsung und Fitbit mit ihrer neuen Wear-Plattform der Apple Watch den Rang ablaufen?

Im Rahmen der I/O-Konferenz hat Google in dieser Woche eine überarbeitete Version seiner Wear-OS-Plattform angekündigt . Das Wearable-Betriebssystem hört nun nur noch auf den Namen „Wear“ und wurde laut Google von Grund auf überarbeitet. Mit Samsung und Fitbit konnte der Konzern zudem zwei starke Partner für Wear gewinnen.

Samsung hatte bei seinen Smartwatches in den vergangenen Jahren auf des mobile Betriebssystem Tizen gesetzt. Mit der neuesten Generation seiner smarten Uhren kehrt das südkoreanische Unternehmen nun zu Google zurück und nutzt Wear. Google und Samsung haben bei der Entwicklung des neuen Wear zusammengearbeitet und versprechen längere Akkulaufzeiten und bessere Performance. Apps sollen rund 30 Prozent schneller starten und die Benutzeroberfläche soll ruckelfrei laufen. Beim Schlaf-Tracking sowie beim Herzschlagsensor haben die beiden Unternehmen Anpassungen an Wear vorgenommen, wodurch die Smartwatch-Akkus länger ohne erneutes Laden auskommen sollen. Die Bedienoberfläche präsentiert sich als Mischung aus Wear OS und Tizen.

Das inzwischen von Google übernommene Fitbit ist das dritte große Unternehmen hinter Wear. Der Name steht vordergründig für Fitness-Tracker, die nun mit Wear optimiert werden sollen. Google konnte mit seinem Wear OS nie ganz mit der Apple Watch mithalten, ebenso Samsung mit seinen Tizen-Geräten. Im Verbund könnten die drei Unternehmen Branchenexperten zufolge, den Apple-Smartwatches in drei bis fünf Jahren das Wasser abgraben. Einen Gegenschlag könnte Apple starten, indem das Unternehmen seine Watches mit Android kompatibel macht. Dieser Schritt ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Ob Google, Samsung und Fitbit mit der neuen Strategie tatsächlich Erfolg haben, wird sich jedoch ebenfalls erst zeigen müssen.

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