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Weg für Internet aus der Steckdose frei

02.04.2001 | 00:00 Uhr |

Der Bundesrat hat am Freitag den Weg für das
Internet aus der Steckdose und den digitalen Rundfunk freigemacht.
Entsprechenden Frequenzverordnungen des Bundeswirtschaftsministeriums
wurde am Freitag zugestimmt.

Anbieter der so genannten Powerline- Technologie können damit in
bestimmten Frequenzbereichen die Stromkabelnetze kostenlos benutzen,
um Internet aus der Steckdose anzubieten. Sie erhalten so
Planungssicherheit.

In Deutschland haben die Energiekonzerne RWE, E.ON, EnBW Energie
Baden-Württemberg und die MVV Energie AG aus Mannheim angekündigt, so
ihr Stromnetz zu einer zusätzlichen Einnahmequelle zu machen. RWE
will im Juli mit einem Internetangebot auf den Markt. Später sollen
Kunden auch über die Stromnetze telefonieren können.

Durch die Powerline-Technologie waren Funkstörungen für bereits
existierende Dienste, etwa den Polizeifunk, befürchtet worden. Die
Anbieter dürfen deshalb festgelegte Grenzwerte für die Störstrahlung
nicht überschreiten. Über die Einhaltung wacht die
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. Damit scheiden
hochpegelige Powerline-Technologien aus. In Expertenkreisen wird dies
als Grund für den Ausstieg des kanadischen Anbieters Nortell und
jüngst des Siemenskonzerns aus dieser Technologie angegeben.

Eine der Verordnungen regelt zudem die Umwandlung des analogen
Hörfunks in digitale Übertragung bis zum Jahr 2015. Die
Fernsehübertragung soll bis 2010 digitalisiert werden. «Die neuen
Regelungen fördern neue Dienste und technische Innovationen,
unterstützen den Wirtschaftsstandort Deutschland und sorgen damit für
mehr Wachstum und Beschäftigung», sagte Wirtschaftsminister Werner
Müller (parteilos).
dpa

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