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Weitere Unregelmäßigkeiten

10.03.2007 | 08:00 Uhr

Weitere Unregelmäßigkeiten

Apples Abschlussbericht, der Steve Jobs aus der Schusslinie nahm, sorgte gleich für einen positiven Effekt an der Börse. Die Aktie von Apple stieg sofort um 5 Dollar.

In der Zwischenzeit sind weitere Unregelmäßigkeiten ruchbar geworden. Im Februar geriet sogar Pixar unter Beschuss. Auch hier zeigt sich, dass bei einer erfolgreichen Kursentwicklung die Rückdatierung von Aktien ein gutes Geschäft ist. So soll Steve Jobs persönlich März 2001 ein Paket an Aktienoptionen genehmigt haben, das dem Pixar-Regisseuer John Lasseter den Kauf von einer Million Aktien zum Stand von Dezember 2000 ermöglichte . Der zwischen Dezember und März gestiegnen Kurs von Pixar warf einen Gewinn von 6,4 Millionen US-Dollar ab: Der hinter den erfolgreichsten Filmen Pixars stehende Lasseter sollte an Pixar gebunden werden, was offenbar auch gelang.

Obwohl Pixar nichts mit Apple zu tun hat, nur mit Steve Jobs, genügte diese Nachricht, um den Aktienkurs von Apple um drei Prozent fallen zu lassen. Ganz nach dem Motto: hat Steve Jobs einen Husten, bekommt Apple Lungenentzündung.

Die bei Pixar und Apple ausgegebenen zurückdatierten Optionen gingen nur an Angestellte. Steve Jobs selbst hat von Aktienoptionen bisher nicht profitiert - ganz im Gegenteil. Wie Geoff Colvin von Fortune vor einigen Tagen berichtete , hatte Steve Jobs 2001 sehr entrüstet auf eine Fortune-Artikel von 2001 reagiert. Laut dem Artikel hatte Jobs Optionen im Wert von 872 Millionen US-Dollar erhalten (nach Schätzung von Fortune), den größten Anteil an Aktien-Optionen, die je zuvor ein Unternehmer erhalten hatte. Das sei völlig falsch, so Steve Jobs zu Fortune. Aktuell seien die Optionen völlig wertlos und er bot sie sogar der Redaktion zum halben Preis an (was Fortune mangels 436 Millionen US-Dollar jedoch ablehnen musste). Jobs’ gegen die Optionen eingetauschten Vorzugsaktien sollen heute etwa eine Millarde US-Dollar wert. Die hergegebenen Optionen wären dagegen nun 3,5 Milliarden US-Dollar wert. Jobs hätte nur, wie Colvin meint, etwas mehr Vertrauen in die Entwicklung von Apple haben müssen. Man muss allerdings einigen Kommentatoren zustimmen, dass fehlender Profit keine Entschuldigung für unkorrektes Verhalten ist.

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