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WebP: Neues Bildformat für das Web macht Seiten schneller

19.08.2020 | 16:35 Uhr | Thomas Armbrüster

Google versucht momentan, sein Bildformat WebP populärer zu machen. Auch macOS und iOS werden es zukünftig unterstützen.

Nicht nur Apple verwendet mit HEIC ein Bildformat, das weniger Platz beansprucht als das traditionelle JPEG , bei gleicher Bildqualität. Sondern auch Google will mit WebP ein neues Bildformat etablieren, dass vor allem dazu gedacht ist, das zu übertragende Datenvolumen im Web zu reduzieren und den Aufbau von Webseiten zu beschleunigen. Ganz neu ist das Format aber nicht und hat sich bisher im Web noch kaum durchgesetzt. Inzwischen unterstützen aber viele Browser WebP. Dazu zählen alle auf Chromium basierende Browser wie Chrome, Opera und Edge, und seit Version 65 auch Firefox. Eine Ausnahme ist momentan noch Safari.

Apples Browser wird aber ab Version 14 WebP ebenfalls unterstützen, ebenso wie iOS 14 und macOS Big Sur. Dann lassen sich die Bilder beispielsweise mit Vorschau auf dem Mac öffnen. Einige Bildbearbeitungsprogramme wie Pixelmator, Affinity Photo und Graphic Converter kommen schon jetzt mit dem Bildformat zurecht. Webserver, die das WebP-Format verwenden, sollen laut Google für Browser, die es nicht unterstützten, alternativ PNG oder JPEG übertragen.

WebP wird von Google unter der Open-Source-Lizenz BSD veröffentlicht und kann so lizenzfrei verwendet werden. Das Format unterstützt sowohl eine verlustfreie als auch eine Verlust-behaftete Kompression und unterstützt zudem Transparenz (Alphakanal) und Animationen aus mehreren Bildern, analog zu animierten GIFs. EXIF- und XMP-Metadaten sowie Farbprofile sind ebenfalls Bestandteil des Formats. Im Vergleich zu JPEG sollen WebP-Bilder bis zu 34 Prozent kleiner sein, und im Vergleich zu PNG soll sich bei verlustloser Kompression rund 25 Prozent Datenvolumen einsparen lassen.

 

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