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Wertesystem

28.10.2006 | 09:00 Uhr

Wertesystem

Vorschau Für seine Filmstreifen und Voransichten, aber auch zur Weitergabe an andere Apple-Programme generiert Aperture automatisch Vorschau-JPEGs in einstellbaren Pixelgrößen.
Vergrößern Vorschau Für seine Filmstreifen und Voransichten, aber auch zur Weitergabe an andere Apple-Programme generiert Aperture automatisch Vorschau-JPEGs in einstellbaren Pixelgrößen.

Bei beiden Programmen wertet man Bilder mit einem Sternesystem von 0 (keine Wertung) bis fünf Sternen. Die Verschlagwortung für Bildbeschreibungen sind in Aperture nun deutlich schneller zu erledigen. Man kann eigene Schlagwortkategorien aufbauen, wichtige Schlagwörter mit Kurztasten versehen und Vorlagen mit Schlagwortsammlungen anlegen. In einer schwebenden Palette erscheint eine Auswahl vorhandener Schlagwörter nach Eintippen der ersten Buchstaben, falsch vergebene Schlagwörter lassen sich im Stapel austauschen.

Strukturiert Die neue Photobinder-Funktion von Lightroom dient dem Export in der eigenen Programmstruktur. Bilder, Metadaten und Library-Einträge können so programmkomform übertragen werden.
Vergrößern Strukturiert Die neue Photobinder-Funktion von Lightroom dient dem Export in der eigenen Programmstruktur. Bilder, Metadaten und Library-Einträge können so programmkomform übertragen werden.

Photoshop Lightroom ist hier weniger flexibel, den Apple-Komfort erreicht die Lightroom-Beta noch nicht. Es ist auch noch nicht klar, wie Lightroom mit Metadaten beim Export und bei der Erzeugung umgeht. Es ist zu erwarten, dass Adobes Metadatensätze (im hauseigenen Format .xmp) entweder zentral in der Lightroom-Library oder als „Nebendateien“ beziehungsweise Sidecar-Dateien den Bilddateien direkt zur Seite stellt. Aperture 1.5 generiert XML-Datensätze nach dem Standard IPTC4, die einzeln oder mit den Bilddateien exportiert werden können.

Bildeinstellungen

Farbkorrektur: Bei der Farbkorrektur in einzelnen Eckfarben hat Aperture nun mit Lightroom gleichgezogen.
Vergrößern Farbkorrektur: Bei der Farbkorrektur in einzelnen Eckfarben hat Aperture nun mit Lightroom gleichgezogen.

Adobe hat das Lightroom-Modul „Develop“, das der Bildeinstellung und -optimierung dient, noch einmal gründlich überarbeitet. Hier finden auch Technologien der dänischen Firma Pixmantec einen Einsatz. Adobe hatte diese Firma aufgekauft, die mit ihrem eigenen Raw-Konverter Raw Shooter sehr erfolgreich war. Ergebnis ist etwa der Farbsättigungsregler „Vibrance“, der sich zum Sättigungsregler hinzugesellt. Anders als dieser beeinflusst der Regler Vibrance die Sättigung nicht linear. Er berücksichtigt deutlichere Farbsättigungen im Bild weniger und schützt Hauttöne einigermaßen.

Zweites Schärfen: Zusätzlich zur normalen Schärfenfunktion spendiert Apple Aperture eine Luminanz-Kantenschärfung.
Vergrößern Zweites Schärfen: Zusätzlich zur normalen Schärfenfunktion spendiert Apple Aperture eine Luminanz-Kantenschärfung.

Gründlich überarbeitet sind auch Bildregler wie das Histogramm. Es dient nun nicht nur als „Beobachter“ zur grafischen Anzeige der Tonwertverteilung, sondern als Werkzeug. Im Einzelnen lassen sich durch Ziehen mit der Maus im Histogramm eine Lichterzeichnung wiederherstellen, die Belichtung steuern, eine Fülllichtoption (eine Art digitaler Aufhellblitz) anwenden sowie die Bildtiefen ausregeln. Das Ganze geht ebenfalls über die entsprechenden Regler im Basic-Panel. Neu sind die Regler zur Lichterwiederherstellung und für den digitalen Füllblitz. Ersterer nutzt die in Raw-Dateien vorhandenen Tonwertinformationen, die über den gesetzten Weißpunkt hinausgehen. Je nach Kameramodell sind hier verschieden starke Reserven vorhanden, die in überbelichtete Bereiche wieder Tonwertzeichnung hereinbringen.

Genauer: Mit dem neuen Preview-Fenster für das Setzen der Weißbalance kann man nun in Lightroom pixelgenau arbeiten.
Vergrößern Genauer: Mit dem neuen Preview-Fenster für das Setzen der Weißbalance kann man nun in Lightroom pixelgenau arbeiten.

Fill Light, der digitale Aufhellblitz, wirkt auf Tonwerte ab den Mitteltönen und ist ein gutes Werkzeug, um dunklere Bildstellen aufzuhellen. Fast schon überflüssig erscheinen die Regler für Helligkeit und Kontrast, da die Bildhelligkeit besser über den Belichtungsregler und den digitalen Füllblitz gesteuert werden und der Kontrast über die Tonkurve. Auch diese zeigt sich überarbeitet, ähnlich wie beim Histogramm wird in der Kurve angezeigt, ob man sie gerade in den Bildtiefen, dunklen Bildtönen, hellen Bildbereichen oder nahe des Weißpunkts einstellt. Ebenfalls neu ist die Visualisierung beim Setzen der Weißbalance mit der Pipette. Hier zeigt ein vergrößerter Ausschnitt, auf welche Pixel man die Pipette platziert.

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