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WhatsApp erklärt, was sich am 8.2.2021 ändert (Update)

13.01.2021 | 12:15 Uhr | Panagiotis Kolokythas

WhatsApp bemüht sich um Schadensbegrenzung und klärt darüber auf, was sich ab dem 8.2. ändert. Update.

Update, 13.1.2021: Die FAQ von WhatsApp zu den ab 8.2.2021 geltenden geänderten Datenschutzrichtlinien liegen nun auch in der deutschsprachigen Version zum Durchlesen bereit. 

Betont wird, dass sich letztendlich an der Sicherheit der von den Nutzern übermittelten Nachrichten nichts ändere und diese auch in keiner Weise mit Facebook geteilt würden. Eine Ausnahme gäbe es bei der Kommunikation von Nutzern mit Unternehmen und Shops über Whatsapp. Konkret heißt es unter anderem hierzu:

"Wenn du mit Shops interagierst, können deine Einkaufsaktivitäten dazu verwendet werden, dein Einkaufserlebnis mit Shops und auch die Werbeanzeigen, die du auf Facebook und Instagram siehst, zu personalisieren. Diese Funktionen sind optional. Wenn du sie verwendest, teilen wir dir in der App mit, wie deine Daten mit Facebook geteilt werden."

Allerdings: Auch hier gilt dennoch weiterhin die Aussage der WhatsApp-Managerin Niamh Sweeney (siehe weiter unten), wonach die geänderten Datenschutzregelungen, die ab dem 8.2.2021 in Kraft treten, nicht für EU-Bürger gelten und damit auch weiterhin keine WhatsApp-Daten der Nutzer mit Facebook geteilt werden. Auch nicht für werbliche Zwecke.

Warum WhatsApp dies in der deutschsprachigen Fassung der FAQ zu den neuen Regeln nicht erwähnt, bleibt unklar und sorgt nur für zusätzliche Verwirrung.

Ursprüngliche Meldung vom 12.1.2021: Whatsapp ändert zum 8.2.2021 die Nutzungsbedingungen . Die Nutzer müssen zustimmen oder ihr Konto löschen. Dabei stimmen die Nutzer zu, dass ihre Daten mit Facebook geteilt werden dürfen. Das hat für allerlei Verwirrung und Kritik gesorgt und auch dafür, dass auf der Suche nach Alternativen die Anmeldeserver von Signal überlastet waren, nachdem Elon Musk mit dem knappen Tweet "Nutzt Signal" den Wechsel empfohlen hatte.

Die negative Berichterstattung und Nutzerreaktionen sorgten bei WhatsApp dafür, dass man schon letzte Woche eilig anmerkte, dass die Änderungen ausdrücklich nicht die EU-Nutzer betreffen.

"Es bleibt dabei, dass WhatsApp keine Nutzerdaten aus der europäischen Region an Facebook weitergibt, damit Facebook diese Daten zur Verbesserung seiner Produkte oder für Werbung nutzen kann", erklärte Niamh Sweeney, Director of Policy bei WhatsApp, einer Reihe von Tweets.

Das Thema bewegt allerdings die Gemüter weiterhin, sodass sich WhatsApp nun noch einmal gezwungen sieht, mit einem Tweet und einer FAQ für Aufklärung zu sorgen. In dem am Dienstagmorgen (deutscher Zeit) veröffentlichten Tweet erklärt WhatsApp: "Wir möchten einigen Gerüchten entgegentreten und zu 100% klarstellen, dass wir Ihre privaten Nachrichten weiterhin mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützen."

In einer Info-Grafik stellt WhatsApp anschließend unter anderem klar:

  • WhatsApp hat keinen Zugriff auf private Nachrichten und Gespräche der Nutzer - und auch Facebook nicht

  • WhatsApp speichert keine Logs darüber, mit welchen Nutzern kommuniziert wird

  • WhatsApp hat keinen Zugriff auf die Standort-Daten der Nutzer - und damit auch Facebook nicht

  • WhatsApp teilt keine Kontakte mit Facebook

  • WhatsApp-Gruppen verbleiben privat

  • Nutzer können festlegen, dass ihre Nachrichten verschwinden

  • Nutzer können alle Ihre Daten jederzeit herunterladen

WhatsApp fügt in einem weiteren Tweet hinzu: "Unsere Aktualisierung der Datenschutzrichtlinien hat keinen Einfluss auf die Privatsphäre Ihrer Nachrichten an Freunde oder Familie." Abschließend wird auf diese aktualisierte FAQ verwiesen, in der auch noch mal dargelegt wird, welche Daten mit Facebook geteilt werden und welche nicht.

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