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WhatsApp zieht Notbremse: Kein Zwangsupdate am 8.2.

17.01.2021 | 12:08 Uhr | Panagiotis Kolokythas

Nach all der Verwirrung, die WhatsApp bei den Nutzern angerichtet hat, kommt nun die Kehrtwende. Zum 8.2. ändert sich nichts.

WhatsApp hat das für den 8. Februar 2021 geplante Zwangsupdate für alle Nutzer offiziell gestoppt. Damit reagiert das zu Facebook gehörende Unternehmen auf die weltweite Verwirrung bei den Nutzern darüber, was sich nun eigentlich genau ändert.

Whatsapp wollte zum 8.2.2021 die Datenschutz- und Nutzungsregeln ändern und dazu mussten die Nutzer den neuen Regeln zustimmen oder ihr Konto wäre zum 8.2.2021 gelöscht worden. Die Nutzer sollten letztendlich zustimmen, dass WhatsApp bestimmte Nutzer-Daten und gewissen Umständen mit Facebook teilen darf. Wobei es aber eine Ausnahme für alle EU-Nutzer gab, für die sich wohl nicht geändert hätte, die aber dennoch den neuen Regeln zustimmen sollten.

WhatsApp-Nutzer sollten mit diesem Screen den neuen Nutzungsbedingungen bis zum 8.2.2021 zustimmen
Vergrößern WhatsApp-Nutzer sollten mit diesem Screen den neuen Nutzungsbedingungen bis zum 8.2.2021 zustimmen

All das hat für allerlei Verwirrung und Kritik gesorgt und bescherte den Konkurrenz-Messengern wie Signal und Telegram einen Ansturm an neuen Nutzern.

WhatsApp sieht sich nun letztendlich dazu gezwungen, die Notbremse zu ziehen. Wie das Unternehmen in einem Blog-Beitrag mitteilt, soll die zusätzliche Zeit dafür genutzt werden, um alle Nutzer besser über die geplanten Änderungen zu informieren.

"Wir haben von zahlreichen Leuten gehört, dass unsere letzten Aktualisierungen viel Verwirrung hervorgerufen haben. Eine Menge Fehlinformationen befinden sich in Umlauf, die Bedenken verursachen", heißt es seitens WhatsApp. Betont wird zunächst, dass WhatsApp viel Wert auf eine sichere Kommunikation seiner Nutzer setze und etwa über die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung dafür gesorgt werde, dass die Nachrichten von keinem anderen - auch nicht von WhatsApp oder Facebook - gelesen werden können. Das gelte auch für andere Nutzerdaten, wie etwa Standortdaten.

Mit den Aktualisierungen am 8.2.2021 hätte sich daran auch nichts geändert, so WhatsApp. Konkret heißt es hierzu:

"Stattdessen enthalten diese Aktualisierungen neue Optionen, über die Personen mithilfe von WhatsApp Nachrichten an Unternehmen senden können. Die Änderungen erhöhen die Transparenz dazu, wie wir Daten erfassen und verwenden. Obwohl heute noch nicht viele über WhatsApp bei Unternehmen einkaufen, glauben wir daran, dass sich in Zukunft immer mehr dazu entschließen werden. Daher ist es wichtig, über diese Services zu informieren. Diese Aktualisierungen geben uns keinerlei zusätzliche Berechtigungen, Daten mit Facebook zu teilen."

Letztendlich habe man sich nun dazu entschlossen, dass die Änderungen nicht zum 8.2.2021 in Kraft treten. Damit werden auch am 8.2.2021 keine Konten abgeschaltet, wenn die Nutzer den neuen Regeln nicht zugestimmt haben. Stattdessen sollen die Änderungen nun am 15. Mai 2021 in Kraft treten. Die zusätzliche Zeit soll dafür genutzt werden, die Nutzer besser über die Änderungen zu informieren. WhatsApp erklärt hierzu wörtlich:

Wir haben nun beschlossen, das Datum, an dem Benutzer gebeten werden, die Nutzungsbedingungen zu lesen und zu akzeptieren, weiter nach hinten zu verschieben. Kein Account wird am 8. Februar gesperrt oder gelöscht. Wir werden auch noch viel mehr unternehmen, um die Fehlinformationen rund um das Thema, wie Datenschutz und Sicherheit bei WhatsApp funktionieren, aufzuklären. Wir werden dann unsere Benutzer nach und nach bitten, die Richtlinie nach eigener Zeitvorgabe zu lesen, bevor die neuen Optionen für die Kommunikation mit Unternehmen am 15. Mai verfügbar werden.

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