2648118

Whatsapp-Betrugsmasche: So dumm sind die Täter

15.03.2022 | 13:01 Uhr |

Eine Nutzerin auf Twitter hat Chat-Verläufe veröffentlicht, welche die neueste Betrugsmasche auf Whatsapp zeigt. Zum Glück waren die Täter nicht so schlau, wie sie dachten.

Die neueste Methode, um an das Geld ahnungsloser Opfer zu gelangen, ähnelt sehr stark dem Enkel-Trick. Es wird eine Notsituation mit dem Ziel vorgetäuscht, dass die Opfer möglichst schnell einen hohen Betrag auf ein fremdes Konto überweisen sollen. Dass diese Methode durchaus Erfolg hat, ist bekannt – die Polizei warnt aus diesem Grund auch davor und gibt Tipps, wie man sich vor solchen Betrugsmaschen schützen kann. 

Betrüger entlarven sich selbst

Das folgende Beispiel zeigt jedoch, dass sich die Täter recht schnell selbst entlarven. Eine Nutzerin auf Twitter veröffentlicht die Chat-Verläufe ihrer Mutter mit den Betrügern. Die beiden haben sofort erkannt, dass sie es mit Kriminellen zu tun haben und machten sich kurzerhand den Spaß, diese im Glauben zu lassen, dass alles nach Plan verläuft: 

Mit dem Konzept "Rechtschreibung" und "Satzzeichen" sind die Täter anscheinend nicht sonderlich vertraut. Ein erstes Indiz, auf das Sie in einem solchen Fall achten können. Ist der Schreibstil von jetzt auf gleich komplett anders als sonst? 

Das Vorgehen der Täter könnte Schritt für Schritt dem Handbuch für Internet-Ganoven entnommen worden sein. Schritt 1: Notsituation erklären. Schritt 2: Geld verlangen. 

Ein Macbook eignet sich für die Täter natürlich als hervorragende Ausrede, um einen großen Batzen Geld auf einen Schlag zu verlangen. Nun, selbst die Kriminellen wissen leider, was gut ist... 1340 Euro sollen es sein. Wie die Nutzerin berechtigterweise anmerkt: "Das is ne Menge Kohle, welches Kind fragt seine Eltern via WhatsApp (!) nach soviel Geld?".

Offenbar war die Freude der Täter über den vermeintlich gelungenen Coup so groß, dass sie für einen kurzen Moment vergaßen, die Rolle der Tochter zu spielen. Dankbarkeit für eine solch große Spende hin oder her, aber deswegen siezt man doch nicht die eigene Mutter. Spätestens da wäre wohl der Betrug für alle Beteiligten offensichtlich gewesen – wenn auch im Zweifel zu spät. Die Kriminellen versuchen es noch mit einer schnellen Ausrede und einem Emoji, doch die Mutter kontert in waschechter Internet-Manier mit dem passenden Meme: 

Macwelt Marktplatz

2648118