2199770

Whirlpool finanziert Braukessel per Crowdfunding

01.06.2016 | 11:50 Uhr |

Der Hersteller von Haushaltsgeräten Whirlpool beschreitet neue Wege: Erstmals lässt sich das Unternehmen auf Crowdfunding ein - mit einem Braukessel.

Bald schon könnte in manchen Haushalten im Keller neben der Waschmaschine, dem Trockner und der Kühl-Gefrierkombination von Whirlpool noch ein weiteres Gerät des Haushaltsgeräteherstellers aus Michigan stehen: Ein Braukessel namens Vessi.

Das Unternehmen beschreitet aber nicht nur mit seiner "Biermaschine" neue Wege, auch die Produktion bekommt eine neue Art der Finanzierung: Crowdfunding. Die Plattform Indiegogo will nicht nur private Tüftler und kleine Startups für die Finanzierung durch die Masse gewinnen, sondern mit seiner Enterprise Initiative auch etablierte Unternehmen locken.  Whirlpool hat dazu ein neues Projekt seines Entwicklerlabors W Labs bereit gestellt, das vom Homebrewing begeisterte Ingenieure des Unternehmens angestoßen haben. Bei der Entwicklung des Fermentors Vessi haben sie laut TecCrunch auch Feedback von Brauereien des US-Bundesstaates Michigan erhalten, der Staat an den großen Seen ist für seine reichhaltige Brauerei-Szene bekannt. 

Das Vessi soll Bierbrauen zum Kinderspiel machen, innerhalb von sieben Tagen soll das Bier fertig fermentiert respekitve vergoren sein. Der Kessel erledigt laut Produktbeschreibung nur den "kalten" Part des Brauens, das Malz muss man also am Herd selbst rösten und den Sud ankochen, den Hopfen rechtzeitig hinzugeben. Vessi erledigt auch alle notwendigen Filtermaßnahmen und entfernt die Rückstände der Produktion. Fünf bis sechs Galonen (etwa 19 bis 23 Liter oder um die zwei Kästen) stellt die Biermaschine in einem Durchgang her - das sollte für eine Woche aber auch reichen.

Der Spaß scheint auf den ersten Blick erst einmal nicht so teuer, 1200 US-Dollar zahlen Unterstützer der Crowdfunding-Kampagne in der Early-Bird-Phase, später soll der Kessel 1800 US-Dollar kosten. Zum Vergleich: Dafür bekäme man etwa 100 Kästen Tegernseer Hell. Und auf den Preis des Vessi muss man ja auch noch die Rohstoffe und den Energieverbrauch aufschlagen...

0 Kommentare zu diesem Artikel
2199770