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Widerstand beim Ausbau: Mobilfunk-Mast, nein danke!

05.03.2019 | 11:25 Uhr | René Resch

Betreiber wollen den Ausbau des Mobilfunk-Netzes vorantreiben, es bildet sich aber zunehmend Widerstand.

Vodafone, Telefónica und die Deutsche Telekom beklagen den zunehmenden Widerstand gegen die Mobilfunk-Versorgung. Besonderer Gegenwind kommt aus Baden-Württemberg, die Telekom beklagt aber sogar bundesweiten Widerstand.

Viele Bürger wehren sich vermehrt gegen den Bau von Mobilfunk-Stationen in ihrer Nähe: „Die aufgeklärte Bürgerschaft opponiert in viel größerer Zahl gegen Vorhaben der öffentlichen Hand“, sagte Steffen Jäger vom Gemeindetag Baden-Württemberg gegenüber der FAZ. Dadurch verzögert sich auch der Ausbau des Mobilfunks.

Laut Vodafone erschweren Bürgerinitiativen den Bau von Mobilfunk-Stationen in Stuttgart, Mannheim, Schorndorf, Waiblingen, Ludwigsburg und Kernen. Die Telekom sieht auch baurechtliche Verfahren, Naturschutzbestimmungen, fehlende Wegerechte und die Nichtbereitstellung öffentlicher Gebäude als weitere Hürden. Auch korrespondiere der Wunsch nach der Schließung von Mobilfunk-Lücken oftmals nicht mit der Bereitschaft, Mobilfunk-Standorte zu akzeptieren.

„Bei etwa jeder zehnten Gemeinde - und auch das will ich nicht verschweigen - stoßen wir mit unserem Angebot, die Funkversorgung zu verbessern, auf Widerstand“, sagte Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie Telekom Deutschland gegenüber Golem. Telekom-Konzernchef Tim Höttges äußerte sich bei der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse ebenfalls zu diesem Thema: „Wir warten derzeit bei Hunderten von Sendemasten auf Genehmigungen“. Die Telekom will nun eine Online-Karte veröffentlichen, auf der einsehbar ist, wo etwaige Genehmigungen fehlen, um Funklöcher zu schließen.

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