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Widerstand gegen Straßenname für Steve Jobs in Paris

05.12.2016 | 10:12 Uhr |

Im Rahmen der Entstehung eines Startup-Komplexes ist an die Benennung eines Straßennamens auch mit "Steve Jobs" gedacht – vor allem ein linker Politiker widerspricht.

In Paris entsteht derzeit das Gründerzentrum Halle Freyssinet , das einmal über 1000 Startups beherbergen soll. Im Zuge dessen will man in der Kommune ein paar Straßen rund um die riesige Halle neu benennen. Der zuständige Bürgermeister Jérôme Coumet dachte dabei an Apple-Begründer Steve Jobs, unter anderem, weil dessen Name unter jungen Risikounternehmern oft als erstes genannt wird und der Politiker offenbar ein bisschen von dem Silicon-Valley-Startup-"Feeling"nach Paris bringen will. Dagegen spricht, dass Steve Jobs niemals in Frankreich und schon gar nicht in Paris lebte, schreibt das Online-Magazin Quartz . Außerdem habe der verstorbene Kalifornier bei seinen Vorfahren syrische, schweizerische und deutsche Wurzeln, aber keine solchen in Frankreich.

Vom linken französischen Politiker Front de Gauche kommt auch deshalb Widerstand gegen die Namensbenennung nach Steve Jobs, weil Apple nach dessen Darstellung Produkte unter schlechten Bedingungen für asiatische Arbeiter herstellen lasse, und wegen der Nutzung als illegal betrachteter, jedenfalls politisch umstrittener Steuerschlupflöcher in Irland.

Quartz schlägt stattdessen Namen mit französischem Bezug und naturwissenschaftlichem Hintergrund vor, wie etwa Louis Pasteur, Blaise Pascal oder den Physiker Léon Foucault.

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