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Wie Smartphones den Kamera-Markt zerstört haben

24.09.2019 | 10:27 Uhr | Peter Müller

Das erste iPhone brachte schon eine Kamera mit, bis iPhone-Fotos aber wirklich taugten, vergingen aber noch ein paar Jahre.

Der Spruch "Die beste Kamera ist immer die, die man dabei hat" ist alt und verbraucht. Zumal er vor etwa einem Jahrzehnt gerechtfertigt hatte, dass wir unzulängliche Fotos mit unseren Handys oder Kompaktknippsen schossen, weil wir die nun einmal dabei hatten und die teure (D)SLR daheim im Fotoschrank verstaubte. Das gilt heute aber nicht mehr so – die Smartphone-Kameras werden immer besser und sind in vielen Fällen der DSLR oder Systemkamera bereits überlegen – deren letzte Domäne scheint bald das Wechselobjektiv mit sehr langen Brennweiten zu sein. So verwundern die Zahlen der japanischen Industriegruppe CIPA , in der Hersteller wie Olympus, Canon oder Nikon zusammengeschlossen sind, wenig: Das iPhone und seine Konsorten haben die Kameraindustrie mehr oder weniger vernichtet. Zwischen 2010 und  2018 seien die Verkäufe der Branche um 84 Prozent eingebrochen. Wenn aber sogar Profis verstärkt auf iPhone und andere setzen, werden auch durchschnittliche Verbraucher immer seltener zur Spiegelreflex im Laden greifen.

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