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Wilde Unschuld

19.09.2008 | 16:49 Uhr |

Wilde Unschuld

Als die aus einfachen Verhältnissen stammende Barbara (Julianne Moore) in den 40er Jahren den Millionenerben Brooks Baekeland (Stephen Dillane) heiratet, öffnen sich für sie alle Tore zur New Yorker High Society. Sie geht vollkommen in der Rolle der narzisstischen Aufsteigerin auf, doch die Ehe wankt bereits bei der Geburt ihres Sohnes Tony (Eddie Redmayne). Der Junge wird zu Barbaras einzigem Lebensinhalt. Als Brooks seinem Sohn Jahre später aus tiefer Verachtung für dessen Bisexualität die Freundin ausspannt, nimmt die Tragödie ihren Lauf. Mutter und Sohn teilen sich fortan den Liebhaber und beginnen schließlich sogar eine intime Beziehung.

1972 wurde die Frau des Großindustriellen Brooks Baekeland von ihrem Sohn ermordet. Dreizehn Jahre später untersuchten die Journalisten Natalie Robins und Steven M. L. Aronson die Hintergründe der Familientragödie in ihrem Tatsachenbericht „Wilde Unschuld“, dessen Stoff Regisseur Tom Kalin mehr als 20 Jahre später fürs Kino adaptierte. Julianne Moore zieht den Zuschauer in dieser Skandal-Rolle völlig in ihren Bann. Vermutlich war sie nie besser als in diesem beklemmenden Porträt über das hilflose Ringen um Liebe und die damit verbundene zerstörerische Macht.

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