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Windows und Linux am Mac? Vmware veröffentlich Fusion für M1-Macs

23.09.2021 | 13:20 Uhr | Stephan Wiesend

Die neue Preview-Version von Vmware Fusion unterstützt Apple Silicon und ermöglicht die Nutzung von Windows und Linux am Apple Silicon-Mac.

Der US-Konzern Vmware bietet mit Vmware Fusion eine beliebte Virtualisierungssoftware, die Installation und Nutzung von Windows und anderen Systemen am Mac ermöglicht. Kurz nach Parallels hat nun auch Vmware eine mit M1-Macs kompatible Version von Fusion veröffentlicht. Im Unterschied zur Version von Parallels ist es aber noch keine finale Version, dafür ist die Nutzung der Software vorerst kostenlos. Erstmals kann man nun auch mit Fusion ARM-Versionen von Linux und Windows auf einem M1-Mac nutzen . Nur ARM-Systeme sind als virtuelle Systeme nuzbar, die verbreiteten x86-Versionen werden nicht unterstützt. Man kann also auch keine virtuellen Maschinen von Windows weiter nutzen, die man auf einem Intel-Mac mit Fusion genutzt hat. Bis zum Erscheinen der finalen Version ist die Preview kostenlos verwendbar, die finale Version soll etwa im Frühling erscheinen. Nach einer Anmeldung kann die Software heruntergeladen und installiert werden, eine Seriennummer ist bei dieser Version bereits eingegeben und aktiviert.

Auswählen kann man nur Linux-Systeme, wir vermuten aber, dass viele Nutzer auch Windows-Systeme installieren.
Vergrößern Auswählen kann man nur Linux-Systeme, wir vermuten aber, dass viele Nutzer auch Windows-Systeme installieren.

Lizenzprobleme mit Microsoft

Im Unterschied zu Parallels unterstützt Vmware die ARM-Version von Windows nicht offiziell. Die Installation ist offensichtlich möglich, nach einer Anmeldung bei Microsoft kann man sich sogenannte Insider-Versionen der ARM-Ausgaben von Windows 10 und Windows 11 herunterladen und installieren. Aus lizenzrechtlichen Gründen wird dies aber von Vmware nicht unterstützt, wie der verantwortliche  Entwickler Michael Roy in einem Blogeintrag erläutert . Es gibt deshalb von Vmware auch keine Erweiterungen, die eine Nutzung am M1-Mac erleichtern. Ziel von Fusion sei die Nutzung von Linux auf ARM-Macs zu ermöglichen. Auch die Nutzung anderer macOS-Versionen sei nicht der Schwerpunkt der Entwickler

Der Hintergrund: Endkunden können aktuell keine gültige Lizenz von Windows 10 für ARM erwerben, die Installation der Insider-Versionen von Windows 10 oder 11 ist offiziell nur auf einem System mit Windows-10-Lizenz erlaubt. Diese Lizenz ist aber für Macs nicht erhältlich. Von Microsoft gibt es bisher keine offizielle Stellungnahme zu diesem Thema, angeblich gibt es dort wenig Interesse an der Nutzung von Windows auf einem Mac.

Unsere Meinung

Nach unserer persönlichen Einschätzung wird die lizenzrechtliche Situation viele Heimanwender und Entwickler nicht abhalten, Windows zu nutzen. Vor allem für Firmen mit einem Lizenzvertrag mit Microsoft sind diese rechtlichen Einschränkungen aber ein Problem.

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