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Wirbel um www.bundeskanzlerin-merkel.de

29.11.2005 | 15:42 Uhr |

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wehrt sich gegen die Internetadresse “www.bundeskanzlerin-merkel.de” des Mannheimer Werbefachmanns Holger Schmid.

Das Bundespresseamt habe ihn aufgefordert, sie bis zu diesem Mittwoch zu löschen, bestĂ€tigte Schmid am Dienstag einen Bericht des “Mannheimer Morgen”. Falls er dem nicht nachkomme, wolle das Amt eine einstweilige VerfĂŒgung beantragen. Schmid hatte sich die Internetadresse 2001 schĂŒtzen lassen. Vom Bundespressamt gab es dazu zunĂ€chst keine Stellungnahme. Unter der Adresse war am Dienstag lediglich ein Test-Bild zu finden.

Schmid will den Eintrag nach eigenen Angaben nicht löschen lassen. Er habe sich die Adresse schĂŒtzen lassen, um sie Merkel kostenlos zu ĂŒbergeben und dabei auf die Nöte des Mittelstandes aufmerksam zu machen. Drei Mal habe er sich deshalb seit 2001 an die CDU gewandt, jedoch keine Antwort erhalten.

Erst im Oktober habe sich die Partei bei ihm gemeldet und klargestellt, dass es kein Treffen mit der Kanzlerin geben werde. Die Aufforderung, den Eintrag löschen zu lassen, habe er erst am Montag erhalten. Nach Schmids Ansicht wĂŒrde das Löschen der Adresse das Problem zudem nicht lösen: “Wenn sie gelöscht wĂŒrde, könnte sie sofort neu belegt werden.” Er betonte, er werde die Adresse Merkel gerne bei einem netten GesprĂ€ch ĂŒbergeben. Er knĂŒpfe an die Übergabe keine Bedingungen.

Merkel kann auch den Internetauftritt www.bundeskanzlerin.de nicht nutzen. Diese Internetadresse gehört zurzeit dem Berliner PR-Berater Lars HeitmĂŒller. Der hatte sich die Domain Bundeskanzlerin.de vor sieben Jahren gesichert, allerdings schon angekĂŒndigt, sie Merkel nach der Wahl zur ersten Kanzlerin Deutschlands zu schenken. Der 30- JĂ€hrige setzt sich auf diese Weise dafĂŒr ein, dass “Gleichberechtigung in Deutschland NormalitĂ€t” wird. Wann die Domain ĂŒbertragen wird, ließ HeitmĂŒller offen.

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