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Wochenendmagazin 24|04

12.06.2004 | 13:06 Uhr | Thomas Hartmann,

Ausgabe 24|04

"Inzwischen sind die meisten GerÀte sicher"

Interview: Anders Edlund, Marketing Director der Bluetooh SIG, ĂŒber EnttĂ€uschungen, die Faszination der kabellosen Welt, Strahlenbelastung und seine heimliche Liebe zu Apple.

von Dirk Steiger

Macwelt: Mr. Edlund, Sie sind als Marketing Director bei der Bluetooth Special Interest Group tÀtig. Sie nehmen an vielen Veranstaltungen und Messen zum Thema "Kabellose Kommunikation" teil, verbringen viel Zeit in fremden StÀdten auf der ganzen Welt und vor allem auf Reisen. Klingt nach einem sehr stressigen Job, den Sie da haben...

Anders Edlund: Sie haben Recht, international tĂ€tig zu sein und viel zu reisen kann auch anstrengend sein. Auf der anderen Seite ist es aber wunderbar, andere Menschen, andere Kulturen kennenzulernen und das GefĂŒhl zu haben, dass ich durch meine Arbeit Aspekte unseres Lebens positiv verĂ€ndere. Außerdem habe ich das Privileg, von Anfang an mit der Bluetooth-Technologie zu arbeiten.

Macwelt: Ihr Name klingt nicht besonders amerikanisch. Immerhin hat die Zentrale der Bluetooth SIG ihren Sitz im US-Bundesstaat Kansas...

Edlund: Unser Hauptquartier ist tatsĂ€chlich in den USA, aber die Mitarbeiter der Special Interest Group sind auf der ganzen Welt verteilt. Ich selbst komme aus Malmo, Schweden, dort habe ich viele Jahre fĂŒr Ericsson gearbeitet. Dort habe ich auch vor sieben Jahren begonnen, mit Bluetooth Marketing zu arbeiten.

Macwelt: Haben Sie sich in der Anfangsphase von Bluetooth bei Ericsson jemals ertrĂ€umt, dass sich das Konzept eines "Personal Area Network" so schnell durchsetzen wĂŒrde?

Edlund: Bevor wir mit Bluetooth an die Öffentlichkeit getreten sind, hatten alle am Projekt beteiligten Personen ein gutes GefĂŒhl, dass diese Technik fantastische Möglichkeiten bietet und großen Einfluß auf unser tĂ€gliches Leben haben kann. Allerdings muss ich sagen, dass der schnelle Erfolg von Bluetooth bereits kurz nach der EinfĂŒhrung sogar die absoluten Optimisten in unserem Team ĂŒberrascht hat.

Macwelt: Gab es wĂ€hrend der Entwicklung auch eine Zeit, in der es nicht so gut fĂŒr "Bluetooth" aussah?

Edlund: Es gibt eine Menge interessanter Geschichten aus unserer Pionierzeit, sowohl negative als auch positive. Die wahrscheinlich Negativste spielte sich zum dem Zeitpunkt ab, als das damalige HomeRF-Konsortium eine neue kabellose Technik fĂŒr den Privatbereich bei den entsprechenden Behörden zur Verabschiedung einreichte. Die Kerntechnik aus der spĂ€ter Bluetooth entstand war der direkte Konkurrent von HomeRF, die Behörden gaben HomeRF schließlich den Vorzug. Das war damals eine EnttĂ€uschung fĂŒr uns. HomeRF wurde damals auch in den Medien als "Bluetooth Killer" gehandelt. Inzwischen ist diese Technik vom Markt verschwunden und vergessen, Bluetooth hat sich etabliert.

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