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Yahoo schmeißt die Nazi-Utensilien raus

03.01.2001 | 00:00 Uhr |

Das Internetportal Yahoo wird von Mittwoch kommender Woche an die Versteigerung von Nazi-Material und anderer Gewalt verherrlichender Objekte auf seinen Auktionsseiten verbieten. Damit reagiere Yahoo auf Beschwerden von Nutzern, teilte das Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) mit. Ein französisches Gericht hatte Yahoo bereits im November untersagt, französischen Internetsurfern Nazimaterial zugänglich zu machen.

"Wir haben uns entschieden, dass wir nicht unbedingt profitieren wollen von Objekten, die Hass propagieren oder Hass und Gewalt glorifizieren", sagte Brian Fitzgerald, bei Yahoo zuständig für Auktionen. Die neuen Richtlinien sollen auch für Surftipps und Handelspartner gelten. Nicht betroffen sind Yahoos Suchverzeichnisse, Chaträume und andere Bereiche.

Das führende Internetportal wird eine spezielle Computersoftware einsetzen, um fragliche Seiten und Objekte zu überprüfen, bevor sie in Yahoo-Listen aufgenommen werden. Damit will Yahoo die Einhaltung der neuen Richtlinien sicherstellen. Zu dem verbotenen Material gehören Medaillen, Waffen, Uniformen sowie offizielle Dokumente oder andere Objekte, die das Hakenkreuz tragen. Ebenfalls nicht gestattet sind Symbole anderer Hass-propagierender Gruppen. Auf Yahoo-Seiten ist bereits das Angebot von Zigaretten, lebendenden Tieren und benutzter Unterwäsche verboten.

Die führende Auktionshaus im Internet, eBay, hatte bereits zuvor Hass-Material von seinen Seiten in Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien verbannt. Nazipropaganda ist in diesen Ländern illegal. Verkäufer dürfen sie in diesen Ländern weder vertreiben, noch dürfen Kunden sie erwerben. dpa

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